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  • Solange Flüchtlinge nur Zahlen sind, ist die Sache einfach. Menschen, die aus Nummern bestehen, kann man aufnehmen, verwalten, abschieben. Man kann sie aufeinander auftürmen zu einer monströsen Überzahl, die einem wie eine Flutwelle vorkommen mag, die sich Bahn bricht. Der Dokumentarfilm »Sklavinnen des IS – Suche nach Gerechtigkeit« von Philippe Sands und David Evans, den das Erste am Mittwochabend in Erstausstrahlung zeigt, gibt einigen der Nummern ihre Namen und ihre Stimme zurück. Sie erzählen von einem Verbrechen gegen die Jesiden in unseren Tagen und ziehen bewusst eine Verbindung zu den Nürnberger Kriegsprozessen.

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  • Moderne Online-only-Webdokus, junge Studentenfilme und Filmschätze aus dem Südwesten sind am Samstag im Haus des Dokumentarfilms zu sehen. Beim Campus-Sommerfest der Merz Akademie im Stuttgarter Kulturpark Berg am 21. Juli 2018 lädt das Haus des Dokumentarfilms von 14 bis 19 Uhr zum Nonstop-Doku-Kino. Das Filmprogramm unter dem Titel »DOK Open 2018« vereint sehenswerte, frische und innovative Dokumentarfilme und Filmschätze. Der Eintritt ist frei, das Programm läuft ohne Unterbrechungen.

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  • Das Mächen, das Gespenst und die Berge: Die Schweizer Regisseurin Alice Schmid ist mit Filmen über Kinder bekannt geworden. Als sie 2012 in »Die Kinder vom Napf« das ungewöhnliche Leben der Bergbauernkinder in ihrer Heimat einfing, fiel ihr ein siebenjähriges Mädchen auf, das sie zur Protagonistin ihres nächsten Projekts machte: Laura Röösli. Die einzige Tochter einer Köhlerfamilie ist mit ihren Träumen, Ängsten und ihrem Tagebuch allein, bis eines Tages ein Junge aus der Stadt zum Landdienst kommt. 3sat zeigt »Das Mädchen vom Änziloch« noch bis zum 21. Juli 2018 in seiner Mediathek.

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  • Wie nahe Genie und Exzentrik - und in manchen Fällen wohl auch Wahnsinn - beieinander liegen, lässt sich bei Filmregisseuren ganz besonders gut ablesen. Über Orson Welles, Quentin Tarrantino oder auch den schwedischen Regisseur Ingmar Bergman geben zuvorderst ihre eigenen Arbeiten Zeugnis ab. Die deutsche Filmemacherin Henrike Sandner, die bereits viele Künstler-Dokumentationen erarbeitet hat, ist für »Ingmar Bergman – Herr der Dämonen«  dem schwedischen Regie-Monolithen ganz nahe gerückt. Sie zeigt hinter seinen wunderbaren Filmen (»Szenen einer Ehe« im Anschluss) ein tief verschüchtertes, um Anerkennung kämpfendes Kind im Manne. Bis 20. Juli 2018 in der Mediathek des Senders abrufbar.

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  • Wer interessiert sich heute noch für Le Corbusier? Wer verzichtet für Mies van der Rohe auf einen lauen Sommerabend? Wer will die Utopien des 20. Jahrhunderts erkunden, wo doch die Realitäten des Einundzwanzigsten viel unmittelbarer sind? Wer so an »Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus« herangeht, erlebt Erstaunliches. Der Dokumentarfilm über eine revolutionäre Neubesinnung in der Raumwahrnehmung wirft Fragen auf, die mehr sind als Zentimeterangaben: Wo sind wir und wie sind wir in einem Raum, der dadurch entsteht, dass wir darin sind. Das sind ja fast schon existentielle Fragen und Niels Bolbrinker, einer der beiden Regisseure dieses Filmes, zeigt

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  • Er wäre nun also 100 Jahre alt geworden. Dieser Satz ist stets Arbeitsauftrag für Dokumentationen und Biografien jeglicher Art. Im Fall des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman, dieses einzigartigen Genies des europäischen Autorenfilms, hätte es des Anlasses gar nicht bedurft. Denn über Bergmann kann man nie genug erfahren und an seine über 40, heute selten gespielten Filme zu erinnern, ist kulturelle Pflicht. Als ganz persönliche Aufgabe allerdings sah es Margarethe von Trotta an. Sie weilt »Auf der Suche nach Ingmar Bergman« und macht daraus einen Dokumentarfilm, der vor allem dann gut ist, wenn er nicht dokumentarisch sein will.

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  • Auch rund drei Jahre nach ihrer Erstsendung ist "Die große Fifa-Story" des französischen Journalisten Jean-Louis Perez, 2015 nach dem Blatter-Skandal und seinen Folgen gedreht, allen Fußballspielen gegenüber überlegen: Man kann sie immer wieder sehen ohne sie langweilig zu finden, den sie zeigt, wie eines der mächtigsten Sportunternehmen der Welt agiert und funktioniert. Noch bis zum 7. September 2018 ist die 95 Minuten lange Dokumentation in der Arte-Mediathek abrufbar.

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  • Zwischen Bayern und Indien gibt es mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt. Oder sind es nur die gleichen Mechanismen, die wirken, wenn Eltern ihre Kinder in die Hände eines zukünftigen Schwiegersohn oder einer Schwiegertochter legen sollen? Vom Zusammentreffen der Kulturen beim Loslösen der Generationen handelt der in München entstandene Dokumentarfilm »Amma & Appa«. Er handelt von zwei jungen Verliebten - sie aus Bayern, er aus Indien. Und von ihren Eltern. 3sat zeigt den Film von 2014 bis 14. Juli in seiner Mediathek.

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  • Die Gewinner des Deutschen Dokumentarfilmpreises 2018 und der Sieger in vier weiteren Kategorien stehen fest. Die zum Abschluss des SWR Doku Festivals und des Branchentreffs Dokville am Freitagabend in Stuttgart verliehenen Auszeichnungen haben eine Preissumme von insgesamt 37.000 Euro. Der größte Teil davon entfällt auf Talal Derki und seinen 99-minütigen Dokumentarfilm »Of Fathers and Sons«

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  • Sich gegen alle Widerstände - speziell auch in Deutschland - hinweggesetzt zu haben und mit fast zehn Stunden Film unter dem Titel »Shoah« ein Meisterwerk der Dokumentarfilmgeschichte gemacht zu haben, das die Monstrosität des Mordens und die Brutalität des Nichtstuns wie kein zweites Werk thematisierte - das ist und bleibt das große Vermächtnis von Claude Lanzmann. Der französische Filmemacher ist am Donnerstag, 5. Juli 2018, im Alter von 92 Jahren gestorben. Die filmische Auseinandersetzung mit dem Genozid an den Juden im 20. Jahrhundert war das große Thema seiner Arbeit. Seine Filme bleiben, mit ihnen die Erinnerung – furchtbar, aber notwendig.

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  • »Wir erleben tektonische Verschiebungen im Gerne und wenn wir nicht aufpassen, wird es investigative Dokumentarfilme bald nicht mehr geben«, sagt Filmproduzent Christian Beetz im abschließenden Panel von Dokville 2018. Diese Runde, bei der neben Beetz und Kuratorin Astrid Beyer auch Imke Meier (ZDFinfo) und Filmemacher Marcus Vetter teilnehmen, steht unter dem durchaus provokanten Titel »Streaming: Taktgeber für TV-Trends?« Was das Panel benennt, ist eine durchaus bedenkliche Zustandsbeschreibung einer Branche im Umbruch. Am Beispiel von »The Cleaners« wird deutlich, wie verlockend, aber auch gefährlich die neuen Streaming-Kanäle wie Netflix und Amazon auch sein können.

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  • »Du willst wissen, wie es ausgeht, was passiert.« Marcus Vetter berichtet bei Dokville 2018 von einem besonderen Erlebnis. Der Filmemacher, der seine Filme über Screenings in der letzten Phase des Schnittes vor Testpublikum verdichtet, erntete bei einer Testvorführung von »Der Verdacht« absloutes Interesse, das auch in 150 Minuten nicht gestillt werden konnte.

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»Rhinedits« gestartet: Private Filme sind visuelle Schätze

»Rhinedits« gestartet:
Private Filme sind visuelle Schätze

Mit einer Kick-off-Veranstaltung ist das Interreg-Projekt »Rhinedits. Amateurfilm am Oberrhein« gestartet. Zu einem gemeinsamen Projektstart trafen sich am Donnerstag, 14. Juni 2018, in der Universitätsbibliothek Strasbourg Wissenschaftler, Pädagogen und Interessierte. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und hat ein Gesamtbudget von 1,2 Millionen Euro. Ziel ist es, Amateurfilme der vergangenen hundert Jahre, die in der Oberrheinregion entstanden sind, zu recherchieren, zu archivieren und wieder zugänglich zu machen.

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Odile Barreault (Region Grand Est) und Jay Rowell, Direktor des Forschungszentrums GSPE der Universität Strasbourg,hoben bei der Auftaktveranstaltung von »Rhinedits« die Bedeutung dieses Projektes hervor. Es recherchiert und archiviert Amateurfilme der vergangenen 100 Jahre, die in der Oberrheinregion entstanden sind, und macht sie auf einer Online-Plattform Wissenschaftlern, Pädagogen und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich.

Die Universität Strasbourg, die Hochschule Offenburg und das elsässische Filmarchiv MIRA arbeiten mit zahlreichen Partnern wie der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg im Haus des Dokumentarfilms Stuttgart zusammen. Im Internet wird eine Datenbank für Amateurfilme der Oberrheinregion aufgebaut und die Archivbestände sollen auch wieder öffentlich zugänglich gemacht werden. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und hat ein Gesamtbudget von 1,2 Millionen Euro. Die Federführung haben Prof. Alexandre Sumpf (Universität Strasbourg) und Prof. Götz Gruner (Hochschule Offenburg), die das Projekt ebenso wie Christiane Sibeude (MIRA) beim Kick off vorstellten.

Das Projekt »Rhinedits« will dazu beitragen, dass die Bedeutung privater Filme als visueller Schatz und als Dokumente der Vergangenheit sowohl anerkannt als auch wahrgenommen werden. Amateurfilme sind Teil unseres kollektiven Gedächtnisses. Das Projekt ermöglicht erstmals den Zugang zu diesen Bildern und damit zu einem gemeinsamen kulturellen Erbe diesseits und jenseits des Rheins. Denn trotz der kriegerischen Konflikte zwischen Frankreich und Deutschland gab es immer auch einen Austausch. Mit dem Projekt soll die Bevölkerung der Oberrheinregion erreicht werden. Sie soll motiviert werden, sich mit ihrer wechselvollen Geschichte zu beschäftigen. Es sei an der Zeit, eine Vision der gemeinsamen Geschichte zu entwickeln und der Jugend, Schülern und Studierenden zu vermitteln. Aufgrund der persönlichen Perspektive kann der Amateurfilm viele Menschen erreichen und dazu beitragen, Blockaden zu lösen. Denn diese Filme machen sowohl Familiengeschichten als auch den Arbeitsalltag und das kulturelle Leben erfahrbar. »Rhinedits« will helfen, den Schatz der Amateurfilme zu bewahren. Deshalb sammelt das Projekt diese Aufnahmen und ist Ansprechpartner für Familien, Amateurfilmclubs und städtische Filmsammlungen. Am 6. Oktober wird es an verschiedenen Orten einen »Home Movie Day« geben.

Der Amateurfilm schafft neue Blickwinkel auf die Geschichte der Region. Es kann ihm im Gegensatz zu den oftmals ideologisch geprägten offiziellen, staatlichen Filmen gelingen, die Zeugnisse unbekannter Zeitzeugen auf eine viel sensiblere und gefühlsbetontere Weise zu hinterfragen. Zu den Filmen werden möglichst viele Informationen zum Kontext und den Hintergründen ihrer Entstehung zur Verfügung gestellt. Die neue Online-Plattform »RhInédits«, die in Strasbourg ebenfalls vorgestellt wurde. sowie öffentliche Filmvorführungen in verschiedenen Städten bieten die Chance, mit den Nutzern und Zuschauern zusammenzuarbeiten, um mit den Amateurfilmen und anderen filmischen Quellen die Geschichte Europas und der Grenzregion zu reflektieren.

Das SWR Fernsehen Südbaden wird am Sonntag, 17. Juni um 18 Uhr in der Sendung „Drei Land Aktuell“ um 18.00 Uhr über die Kick off-Veranstaltung berichten.

(Kay Hoffmann)

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