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Die TV-Tipps »Holocaust-Gedenken«

Vor 75 Jahren befreiten die Alliierten das KZ in Auschwitz...

Anlässlich des Holocaust Gedenktages am 27.01. laufen im Fernsehen verschiedene Dokumentationen über die Verfolgung von Juden und Jüdinnen während der Naziherrschaft. Vor 75 Jahren befreiten amerikanische Soldaten das Konzentrationslager in Auschwitz. Bis heute sind genaue Zahlen unbekannt, doch es verloren Millionen von Juden und Jüdinnen durch die Schoah ihr Leben. Mittlerweile gibt es nur noch wenige Zeitzeugen, Bildungsarbeit muss immer mehr durch Archivmaterial und ehemalige Zeitzeug*innen-Berichte geleistet werden. Aufgrund des aufkommenden Antisemitismus gewinnt die Investition in Aufklärung heute deshalb umso mehr an Bedeutung.

HolocaustGedenken KW4 5

Das Haus des Dokumentarfilms hat für Sie im TV-Programm gestöbert und eine Auswahl an Dokumentarfilmen anlässlich des 75. Holocaust Gedenktages für Sie zusammengestellt. 


21. Januar 

ARTE, 20:15 Uhr: 1944: Bomben auf Auschwitz?

Zwei Juden schaffen es 1944 aus dem KZ Auschwitz-Birkenau. Kurz darauf erfahren die Amerikaner von den Ausmaßen der Tötungen in den Konzentrationslagern. Es entbrennen heiße Diskussionen: Wie können so viele Menschen wie möglich vor dem Tod bewahrt werden? Die Dokumentation berichtet von den Ereignissen.

ARTE, 22:40 Uhr: Die Kinder von Markt Indersdorf

In Markt Indersdorf fanden 1945 nach dem Krieg viele Vertriebene Zuflucht. Auch Überlebende aus dem nahe gelegenen Konzentrationslager Dachau fanden dort Obhut bei Greta Fischer. Sie war dort als Sozialarbeiterin tätig und nahm für viele Geflüchtete eine tragende Rolle ein.

ARTE, 23:35 Uhr: Papier-Brigade 

Unter dem Namen 'Papierbrigade' formierten sich 40 jüdische Künstler*innen, die jüdisches Kulturgut vor der Zerstörung der Nazis bewahrten. Die Dokumentation erzählt von deren Einsatz, auch nach dem Krieg, und zeigt mit welchen Risiken sie ihr Leben für den Erhalt der Kultur aufs Spiel setzten.

22. Januar 

PHOENIX, 03:00 Uhr: Flucht und Vertreibung der jüdischen Deutschen

PHOENIX zeigt drei verschiedene Geschichten von der Vertreibung jüdischer Deutscher. Noch vor Ausbruch des Krieges konnten 10.000 Kinder durch Nicholas Winton nach England ausreisen. 1947 suchen 4500 Jüd*innen den Weg von Lübeck nach Palästina und Hans Bär reist im hohen Alter noch einmal zurück an sein ehemaliges Zuhause in Deutschland.

BR, 22:45 Uhr: Der Mann, der zweimal starb

Ein Name, ein Geburtsdatum, eine Identität – getragen von zwei Menschen. Ein ranghoher Nazi nimmt 1945 die Identität von Ernst Bechinsky an, einem Juden. Als Enkel Bechinskys kommt Yair Lev dem Fall auf die Spur. Die Dokumentation deckt die Geschichte auf und zeigt, wie nah Verdrängung, Wahrheit und Aufarbeitung beieinander liegen.

23. Januar 

BR, 00:30 Uhr: Night will fall

Der Dokumentarfilm ist die Rekonstruktion des begonnenen Hitchcock-Filmes, der mit der Absicht der Aufklärung der deutschen Bevölkerung ausgearbeitet wurde. Als die Alliierten Konzentrationslager befreien, dokumentieren viele Kameras die schrecklichen Zustände im Lager und schaffen damit Aufnahmen internationaler Geschichte.

BR, 19:00 Uhr: 75 Jahre nach Auschwitz. Aufstehen gegen Antisemitismus

Ein Live-Panel mit der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Charlotte Knobloch, Markus Söder und dem Moderator, Chefredakteur Christian Nitsche, über den gegenwärtigen aufflammenden Antisemitismus in Bayern, und Deutschlands.

24. Januar 

BR, 11:30 Uhr: Gedenkakt zum Holocaust-Tag

Die zweite Live-Übertragung des BR zeigt die erste Gedenkveranstaltung anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Zu Gast an der Universität Passau sind Josef Schuster, Ilse Aigner und weitere Personen des öffentlichen Lebens.

PHOENIX, 02:15 Uhr: Exodus? Eine Geschichte der Juden in Europa

Die Geschichte von der Verfolgung von Juden reicht weit zurück. Christopher Clark reist an bedeutende Orte in Europa, um deren Ausgrenzung nachzuverfolgen. Gleichzeitig ist die Dokumentation eine Würdigung der großartigen Errungenschaften des Judentums in Europa.   

PHOENIX, 05:30 Uhr: Jüdisch in Europa (1/2)

Auch Alice Brauner und Yves Kugelmann reisen durch Europa und hinterfragen die gegenwärtige Lebenssituation von jüdischen Mitbürger*innen. Wie werden sie wahrgenommen und wie wird andererseits von ihnen berichtet?

PHOENIX, 12:15 Uhr: Einsame Helden. Lebensretter in Zeiten des Todes

Die Taten Oskar Schindlers für die Rettung von jüdischen Zwangsarbeitern sind dank dem Film ‚Schindlers Liste' vielen bekannt. Doch auch weitere Teile seiner Familie trugen durch Aufrichtigkeit und Unterstützung zur Geschichte bei. Die Dokumentation beleuchtet deren Taten.

PHOENIX, 21:45 Uhr: Die Lange Nacht der Erinnerung. Wunder des Überlebens

Der Dokumentarfilm ist eine biografische Erzählung von Henryk Schoenker, der als Sohn einer angesehenen jüdischen Familie den Holocaust überlebte. Die Erzählung ist geprägt von der Flucht an verschiedene Orte und der letztlichen Verschleppung in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. 

26. Januar 

PHOENIX, 03:45 Uhr: Titos BrillePHOENIX, 03:45 Uhr: Titos Brille

Es ist die Geschichte der Familie Adriana Altaras, die in dieser Dokumentation auf humorvolle Weise erzählt wird. Als Tochter jüdischer Eltern wächst Adriana im Nachkriegs-Deutschland auf. Sie zeugt von den familiären Spannungen und ist Beispiel einer Generation, die mit dem Leiden ihrer Eltern umzugehen hatten.


(Annika Weißhaar)

Tags: TV-Tipps

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