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Das Jahr 1968:
Eine Bewegung, ihre Vorgeschichte, ihre Folgen

Einzigartiges Kooperationsprojekt von Stuttgarter Zeitung, Südwestrundfunk und dem Haus des Dokumentarfilms

Es ist 50 Jahre her und doch - gefühlt für viele Menschen - noch längst nicht ferne Vergangenheit: Das Jahr 1968 ist zu einem Meilenstein in der Geschichte geworden. An die damaligen gesellschaftlichen Verwerfungen und Umbrüche, die zu einer durchgreifenden und bis heute nicht beendeten Epoche der Veränderungen geführt haben, wird dieser Tage in vielerlei Hinsicht erinnert. Eine einzigartige Form des Rückblicks ist die Kooperation, die Stuttgarter Zeitung, Südwestrundfunk und Haus des Dokumentarfilms gemeinsam aus der Taufe gehoben haben. Dieses Online-Projekt erzählt »68« aus vielen Blickwinkeln. Aus der im Haus des Dokumentarfilms angesiedelten Landesfilmsammlung Baden-Württemberg stammt dabei eine erhellende, unkommentierte Sicht auf das private Lebensgefühl zum Zeitpunkt des Umbruchs. Es ist 50 Jahre her und doch - gefühlt für viele Menschen - noch längst nicht ferne Vergangenheit: Das Jahr 1968 ist zu einem Meilenstein in der Geschichte geworden. An die damaligen gesellschaftlichen Verwerfungen und Umbrüche, die zu einer durchgreifenden und bis heute nicht beendeten Epoche der Veränderungen geführt haben, wird dieser Tage in vielerlei Hinsicht erinnert. Eine einzigartige Form des Rückblicks ist die Kooperation, die Stuttgarter Zeitung, Südwestrundfunk und Haus des Dokumentarfilms gemeinsam aus der Taufe gehoben haben. Dieses Online-Projekt erzählt »68« aus vielen Blickwinkeln. Aus der im Haus des Dokumentarfilms angesiedelten Landesfilmsammlung Baden-Württemberg stammt dabei eine erhellende, unkommentierte Sicht auf das private Lebensgefühl zum Zeitpunkt des Umbruchs. 

Es ist eine in dieser Form ganz besondere Kooperation, die sich in Stuttgart entwickelte. Verantwortliche, Redakteurinnen und Redakteure und Archivmitarbeitende der großen Medieninstitutionen - Stuttgarter Zeitung und Südwestrundfunk - sowie das Haus des Dokumentarfilms setzten sich zusammen, um die Ereignisse des Jahres 1968 und die gesellschaftlichen Folgen auf Deutschland bis in die heutige Zeit noch einmal lebendig werden zu lassen. Die außergewöhnlichen und wertvollen Inhalte der Archive wurden zusammengeführt und ergaben ein großes, multimediales, vielschichtiges Ganzes. In Filmen, Tondokumenten und Zeitungsausschnitten kann nun noch einmal nach- oder überhaupt das erste Mal erlebt werden, wie sich die Zeit des gesellschaftlichen Wandels ankündigte und in vielerlei Hinsicht sich zunehmend Raum verschaffte; wie der Staat, wie Bürger, auch Kommentatoren und Beobachter versuchten die Ereignisse zu dokumentieren, einzuordnen, sich den Zeitläuften anzupassen oder wie sie auch von ihnen überfordert wurden. Entstanden ist dabei eine seltene wie großartige Zeitreise.

 


 

Die 68er

SWR2 Multimedialer Programmschwerpunkt

1968 - Was damals geschah

Stuttgarter Zeitung - Multimedia-Reportage

 


 

Für dieses Online-Projekt hat das Haus des Dokumentarfilms in zwei Playlisten eine große Anzahl von Filmdokumenten aus der Landesfilmsammlung zusammengestellt. In der Video-Playliste »Stuttgart Ende der 1960er Jahre« ist der Blick radikal privat: In einzigartigen Filmdokumenten werden Straßen- und Alltagsszenen aus dem Leben in der Landeshauptstadt gezeigt, die völlig von der üblichen „68er“- Erzählung abweichen. 

 


 

Stuttgart Ende der 1960er Jahre

Playlist Haus des Dokumentarfilms / Landesfilmsammlung Baden-Württemberg

 


 

Der Erkenntnisgewinn ist dabei ein historischer wie städtebaulicher und er ist vor allem erhellend: Ein Blick zurück in einen Alltag, der bald schon Risse bekommen sollte. Zum Beispiel, wenn man Erholungssuchende auf dem Höhenpark Killesberg beobachtet, wenn man Zeuge des Verkehrs in der Stuttgarter City und eines Straßenbahnunfalls vor dem Kaufhaus Breuninger wird oder einer familiären Geburtstagsfeier beiwohnt. Es ist der damalige Alltag, von dem heute im Zusammenhang mit 68 nicht mehr gesprochen wird.
In der zweiten Playlist wird die Sicht politisch: Diese Filme stammen aus Beständen des legendären Instituts für Filmgestaltung (Ulm).

 


 

Studentenproteste 1967/68

Playlist Haus des Dokumentarfilms / Landesfilmsammlung Baden-Württemberg

 


 

Schon kurz nach Einrichtung der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg konnten die ersten Filmdokumente dieses Instituts in die Sammlung übernommen werden. Gegenwärtig umfasst dieser für die Filmgeschichte so bedeutsame Bestand nahezu 200 Filme. Im 68er-Online-Projekt sind davon sechs Filmausschnitte abrufbar – unter anderem aus: »Ruhestörung – Ereignisse in Berlin 1967« sowie »Was tun? – Ereignisse in Berlin 1968«. Der erste Film zeigt die Anfänge der Studentenproteste nach dem Tod des Studenten Benno Ohnesorg in Berlin im Juni 1967 sowie unter anderem eine Vollversammlung im Auditorium Maximum der Freien Universität am 7. Juni 1967. Ein Redeausschnitt des jungen Karl Magnus Enzensberger ist zu sehen wie auch die Gedenkfeier für Benno Ohnesorg. Der zweite Film handelt von einem »Internationalen Vietnamkongress«, der in Berlin Studierende auf die Straßen brachte. Die Demonstration am 18. Februar 1968 mit mehr als 10.000 Teilnehmern verlief weitestgehend friedlich. Besonders interessant ist hier die Diskussion der Studenten mit Polizisten und Bürgerinnen und Bürgern.

Die anderen Medienpartner des Projekts haben - jeweils aus ihrem speziellen medialen Blickwinkel heraus - weitere informative und unterhaltende Kapitel für diese Zeitreise beigesteuert. Der Südwestrundfunk hat beispielsweise zwei umfangreiche Multimedia-Reportagen zum Lebensgefühl und zum Soundtrack von 1968 erstellt; aus den Archiven der Stuttgarter Zeitung stammen Fotos und lesenswerte Artikel und Kommentare, die einschätzen helfen, wie tief der Riss durch die deutsche Gesellschaft ging, als sich »die 68er« ihren Weg bahnten.

Die Kooperationspartner haben ihre Inhalte auf jeweils andere Art kombiniert und strukturiert und sie haben eigene erzählerische Schwerpunkte gesetzt. Dies ermöglicht eine Sichtung und ein Erleben der gesellschaftlichen und geschichtlichen Ereignisse auf verschiedene Arten – je nach Präferenz der Nutzerinnen und Nutzer. 

Alle Inhalte sind auf Dauer kostenfrei im Netz abrufbar. Sie sind auch medienpädagogisch und wissenschaftlich sehr wertvoll und bieten damit nicht nur zeitgeschichtlich Interessierten, sondern auch Schulen und Universitäten einen unverfälschten Blick auf ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte. 

(Thomas Schneider)

 

 

68er partnerlogos

 


 

Die Landesfilmsammlung Baden-Württemberg

Im Haus des Dokumentarfilms werden wichtige Filmdokumente in der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg professionell gesichert und archiviert. Bilder aus Privatbesitz, von Firmen und öffentlichen Archiven. Solche Filmschätze sollen nicht nur vor dem Vergessen, sondern auch vor der Zerstörung bewahrt werden. Wir begutachten fachmännisch Ihr Material und beraten Sie bei der Archivierung und Digitalisierung. Wir sammeln im Auftrag des Landes Baden-Württemberg.

http://www.landesfilmsammlung-bw.de
http://www.hdf.de 

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  • Autofahrt nach Stuttgart 1960
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