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  • Sein Name ist Hans-Georg Kern. Doch Kunstinteressierten ist er weltweit als Georg Baselitz bekannt, geboren in Deutschbaselitz, Sachsen. Selbst denen, die mit Kunst wenig zu tun haben, ist der in Kürze seinen 80. Geburtstag feiernde Künstler ein Begriff: Er ist »Der, mit den Bildern auf dem Kopf«. Die Filmemacherin Evelyn Schels hat in ihrem Film »Georg Baselitz – ein deutscher Maler« eine, wie sie sagt, »atemberaubende Reise« unternehmen dürfen. Der Film ist bis 17. Juli 2018 in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks abrufbar.

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  • Die Filmemacherin Simone Wendel hat es wohl geahnt: aus diesem Trump wird noch mal was. Ihr 2014 gedrehter Dokumentarfilm »Kings von Kallstadt« ist so etwas wie ein Präludium zu Donalds Lauf ins Weiße Haus. Dabei geht es hier gar nicht um Politik, sondern um so eine Art Pfälzer Nachbarschaftsbesuch im New Yorker Trump-Tower. Nach einem Jahr Trump im Weißen Haus sieht man den Film (am Donnerstagabend im SWR) nicht mehr als Prophezeiung, sondern als Erinnerung an die gute, alte Zeit, als der Mann nur sich selbst inszenierte und nicht den US-Präsidenten zu spielen versuchte.

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  • Dass sich Russland nicht in die amerikanische Wahl 2016 eingemischt hat, glaubt nur noch der Präsidenten-Darsteller Donald, der weiter von einer »Hexenjagd« spricht und doch nur Nebelschwaden ausstößt. Wie Putins Hacker vorgingen und wie lange das in den USA schon bekannt war, das ist allerdings eine ganz neue Erkenntnis, die uns Michael Kirk in seinem Dokumentarfilm »Putin vs. USA« beschert. Arte zeigt den investigativen Film nach der Erstausstrahlung noch bis zum 15. Februar 2018 in der Mediathek.

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  • Nach seiner Uraufführung beim DOKfest München im Mai 2017 startete Mitte Dezember der neue Film von Thomas Riedelsheimer »Leaning into the Wind – Andy Goldsworthy« in den deutschen Kinos. Vor 16 Jahren bereits hatte der Regisseur in dem überwältigenden Überraschungserfolg »River and Tides« diesen sympathischen Land-Art-Poeten schon einmal porträtiert. Goldsworthy, der in seinen Kunstwerken stark mit der Natur und Landschaft verbunden ist, wurde seitdem bekannter, zugleich aber auch nachdenklicher und reifer. Der aktuelle Film präsentiert viele neue Arbeiten mit einer unglaublichen Leichtigkeit und in fantastischen Bildern.

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  • So viele da, die einem sagen, wo's langgeht. Aber keiner, wie das Leben funktioniert. Jörg Adolph und Ralf Bücheler reisen in ihrem Dokumentarfilm »Leben - Gebrauchsanleitung« durch ein Deutschland, das nach nichts anderem strebt, als nach dem Optimum. Zigtausende Lehrer, Trainer, Coaches und Therapeuten wollen uns auf dem Weg vom Geburtskanal bis zur Bahre helfen. Sich selbst finden, verbessern, nach dem Besten streben. Der Film ist auf der Suche nach einem roten Faden im Dickicht der Anleitungen. Bis 22. Januar 2018 in der 3sat-Mediathek abrufbar.

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  • Das Leben muss vor allem Spaß machen. Das ist ein Motto, dem Willy Wolff zustimmen kann. Der alte Herr ist Rabbiner - und dank seiner unkonventionellen Art begeistert er die Menschen. Britta Wauers Dokumentarfilm »Rabbi Wolff – Ein Gentleman vor dem Herrn« ist bis zum 15. Januar 2018 in der Arte-Mediathek zu sehen.

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  • Es war letztlich ein Überraschungserfolg, der Corinna Beltz mit ihrem 2011 veröffentlichten Dokumentarfilm »Gerhard Richter Painting« gelang. Eine Künstlerbiografie? Belz machte einen Film, der versucht, Kreativität und den künstlerischen Prozess sichtbar zu machen. Der Film um einen der berühmtesten zeitgenössischen Künstler wurde zu einer der erfolgreichsten Dokus der letzten Jahres. Der MDR zeigt den vielfach prämierten Film bis 14. Januar 2018 in seiner Mediathek.

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  • Ein Filmbuch vom Reisen als Filmemacherin, ein Reisebuch über Filmreisende und Erinnertes in Fundstücken, die eine in Szenen denkende Autorin gesammelt hat. All das ist das im Mühlbeyer Filmbuchverlag erschienene Buch »16:9 – Fürs Fernsehen in die Ferne« von Elke Werry.

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  • Ende April 2018 wird wieder der Deutsche Filmpreis vergeben - die mit knapp drei Millionen Euros dotierten »Lolas«. Die elfköpfige Jury für die Sparte Dokumentarfilm ist mit der Vornominierung bereits fertig: 14 Dokumentarfilme wurden aufgerufen. Darunter befinden sich ebenso »sichere Kandidaten« wie einige Überraschungen.

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Diagonale 2017 vergibt Dokumentarfilmpreise

Bei dem zum 20. Mal im österreichischen Graz ausgerichteten Filmfestival Diagonale ist in zwei Kategorien für Kino- und Fernsehdokumentarfilme den Franz-Grabner-Preis verliehen worden. In der Kategorie für Kinodokumentarfilme setzte sich »Unten« von Djordje Čenić und Hermann Peseckas durch. Preisträger in der Kategorie Fernsehdokumentarfilm ist »Menschen und Mächte – Flucht in die Freiheit«, eine für den ORF produzierte Dokumentation von Andreas Pfeifer und Andreas Novak über den Ungarnaufstand vor 60 Jahren. Der international besetzten Jury gehörte auch Dr. Irene Klünder an, die Geschäftsführerin des Hauses des Dokumentarfilms.

Der Kinodokumentarfilm »Unten« ist eine autobiografische Zeitreise, die Mitte der Siebzigerjahre im jugoslawischen »Gastarbeitermilieu« in Linz beginnt und bis in das kriegszerstörte Heimatdorf des Regisseurs im heutigen Kroatien führt. In teils absurd komischen, teils tragischen Episoden, die von kleinen Triumphen und großen Niederlagen, von Heimweh und Klassengegensätzen erzählen, illustriert Djordje Čenić den Spagat zwischen »oben« und »unten«, der exemplarisch für Generationen von Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern steht.

Die Jury der Diagnoale befand, dass der Film auf interessante Weise vom Fremdsein erzähle und den Versuchen dazuzugehören, von Klassengegensätzen und dem Alltag einer jugoslawischen Arbeiterfamilie in Linz, von der Tragik der Kriege in Ex-Jugoslawien verbunden mit der Familiengeschichte, von politischen und persönlichen Zerrissenheiten. »Die offene und lockere Erzählweise, das scheinbar mühelose Verweben von subjektiv Erlebtem und historischen Fakten, das Aufgreifen und Bewältigen einer komplizierten Thematik, die in dieser Weise noch kaum behandelt wurde und die persönliche Suche und Konfrontation, an der das Publikum teilnehmen darf«, gab laut Jury den Ausschlag für die Entscheidung.

Ebenfalls nominiert waren »Ein Deutsches Leben« von Christian Krönes, Olaf S. Müller, Roland Schrotthofer und Florian Weigensamer sowie »Future Baby« von Maria Arlamovsky. Mit der Bewertung der nominierten Filmproduktionen war eine fünfköpfige Expert/innenjury befasst, bestehend aus Karin Berger (Filmemacherin, AT), Susanne Biermann (Redakteurin Arte, FR), Hans Robert Eisenhauer (Geschäftsführer Ventana Film- und Fernsehproduktion, Berlin, DE), Irene Klünder (Geschäftsführerin Haus des Dokumentarfilms, Europäisches Medienforum Stuttgart, DE) und Paul Pauwels (Direktor EDN – European Documentary Network, Kopenhagen, DK).

Preisträger in der Kategorie Fernsehdokumentarfilm wurde »Menschen und Mächte – Flucht in die Freiheit« von Andreas Pfeifer und Andreas Novak. »In einer Zeit der brutalen Abschottung, einer fragwürdigen, sogenannten ‚Grenzsicherung’ und populistischer Rhetorik ist dieser Fernsehfilm ein Statement gegen die Geschichtsvergessenheit, die sich in der aktuellen Diskussion über das Flüchtlingsthema manifestiert. Sorgfältig ausgewähltes, zum Teil bisher unbekanntes Archivmaterial verstärkt den Eindruck der historischen Rolle, die die Grenze zwischen Ungarn und Österreich als politischer Schnittpunkt im Laufe der jüngeren Geschichte immer wieder innehatte«, lobte die Jury in ihrer Begründung. Nominiert waren auch »Adams Art« von Lenzo Reinhard sowie »Kreuz und Quer – Eine fast unmögliche Freundschaft« von Peter Beringer.

»Der Franz-Grabner-Preis würdigt Dokumentarfilmschaffen mit hellwacher Grundgesinnung und humanistischer Haltung. Eine Auszeichnung als Plädoyer für möglichst diverse Blicke auf diese eine, unsere Welt. Ein Preis, der zurzeit dringlicher ist als je zuvor und dabei im besten Fall den Zeitgeist kritisch hinterfragt«, so die Diagonale-Intendanten Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber. Dotiert sind beide Auszeichnungen mit jeweils 5000 Euro. Das Preisgeld wurde gestiftet von der Familie der ehemaligen ORF-Journalisten Franz Grabner (1955–2015), der Diagonale sowie den Preisstiftern AAFP, Film Austria und ORF.

In Graz finden am Sonntag, 2. April, im Schubertkino 2, Vorführungen der beiden Siegerfilme statt (16 und 17 Uhr).

(Thomas Schneider)

Tags: doknews

Foto: Szene aus »Unten« © Djordje Čenić

Foto: Szene aus »Unten« © Djordje Čenić