Dokumentarfilm.info aus dem Haus des Dokumentarfilms
DOKUMENTARFILM.INFO - TÄGLICH DAS BESTE VOM DOKUMENTARFILM
facebook logo   twitter logo   instagram logo

  • All
  • DOK News
  • Dokville 2018
  • Kino Tipps
  • TV Tipps
  • »Die Callas« war schon zu Lebzeiten ein absoluter Star und ist bis heute eine Ikone geblieben. Ihre internationale Karriere an den wichtigsten Opernhäusern begann Ende der 1940er und Beginn der 1950er Jahre. Bei aller Anerkennung und außergewöhnliche Beliebtheit beim Publikum – man könnte es schon abgöttische Liebe nennen – umgab sie immer auch das Image der kapriziösen Diva, die ein schillerndes Privatleben führte, sich mit Opernintendanten überwarf und Vorstellungen platzen ließ. Der Dokumentarfilm von Tom Volf ist Teil eines Gesamtkunstwerks über das Leben von Maria Callas.

    Weiterlesen
    • Kino Tipps
  • Fast bewegungslos sitzen sie im Dunkeln. Man hört nur ihre leisen, murmelnden Stimmen, die eines von zwei Worten sagen: »delete« oder »ignore«. 25.000 Mal an einem Tag, sagt einer der gefilmten Content Manager, entscheide er, was gelöscht oder ignoriert werde – was also im Falle des Durchwinkens weiter im Internet kursieren dürfe. Damit könne er ins Buch der Rekorde kommen, meint der Mann. In »The Cleaners« geht es allerdings nicht um fragwürdige Erfolge, sondern um viel mehr: Um ein monströses Datennetz und um den Horror des Menschseins in einer Welt, die sich in Bildern definiert. Einer der wichtigsten Dokumentarfilme dieser Tage.

    Weiterlesen
    • Kino Tipps
  • Wim Wenders neuer Dokumentarfilm über den aktuellen Papst entstand auf Anregung des Vatikans. Der Regisseur selbst war überrascht über die Anfrage 2013, willigte jedoch gerne ein. Denn Wenders hat katholische Wurzeln und wollte selbst einmal Priester werden, bevor er über Umwege zum Film kam. Er ist fasziniert von dem jetzigen Papst und seinen politischen Botschaften. Der Regisseur nimmt sich diesmal spürbar zurück.

    Weiterlesen
    • Kino Tipps
  • Vor beinahe hundert Jahren wurde eine radikale künstlerische Utopie in die beschauliche Stadt Weimar hineingeboren: Das Bauhaus. Ihre Auswirkungen prägen unsere Lebenswelt bis heute. Vor dem Hintergrund des 100. Bauhaus-Jubiläums erzählt der Dokumentarfilm »Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus« nicht nur Kunst-, sondern Zeitgeschichte. Vor allem in Sachen Sozialer Wohnungsbau wirkt die Bauhaus-Idee wieder äußerst zeitgemäß.

    Weiterlesen
    • Kino Tipps
  • Mit einer Kick-off-Veranstaltung ist das Interreg-Projekt »Rhinedits. Amateurfilm am Oberrhein« gestartet. Zu einem gemeinsamen Projektstart trafen sich am Donnerstag, 14. Juni 2018, in der Universitätsbibliothek Strasbourg Wissenschaftler, Pädagogen und Interessierte. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und hat ein Gesamtbudget von 1,2 Millionen Euro. Ziel ist es, Amateurfilme der vergangenen hundert Jahre, die in der Oberrheinregion entstanden sind, zu recherchieren, zu archivieren und wieder zugänglich zu machen.

    Weiterlesen
    • DOK News
  • Als ein bewährter Dokumentarfilmer, der beim Filmen die lange Sicht sieht und nicht jedem neuen Trend aufsitzt, wird Christoph Hübner am 28. Juni 2018 die thematische Einführung in den Branchentreff Dokville geben. »Arbeiten in Zyklen« hat er selbst seine Herangehensweise des Dokumentaristen genannt – und verweist damit eigentlich schon auf das Thema des zweitägigen Fachkongresses: »In Serie – Boom non-fiktionaler Formate«.

    Weiterlesen
    • Dokville 2018
  • Dokumentarische Formate richten sich - im Kino wie im TV - zumeist an Erwachsene. Nicht so die Serie »Der Krieg und ich«. Der Branchentreff Dokville (28. und 29. Juni 2018 in Stuttgart) stellt diese von Looksilm und dem SWR produzierte Drama-Serie vor. In der Diskussion geht es speziell darum, wie Kinder auf verängstigende Themen wir Krieg reagieren.

    Weiterlesen
    • Dokville 2018
  • Mit besonderer Freude präsentiert Dokville 2018 am 29. Juni 2018, dem zweiten Tag des diesjährigen Branchentreffs, mit Eric Friedler einen der wichtigsten deutschen Dokumentarfilmer. Das Gespräch im Kino Metropol (Stuttgart) führt Manfred Hattendorf, Vorstandsvorsitzender des Hauses des Dokumentarfilms und Leiter der Abteilung Fernsehfilm im Südwestrundfunk. Eric Friedlers Dokumentarfilm »Eskimon Limon: Eis am Stiel – Von Siegern und Verlieren« wird auch im parallel stattfindenden SWR Doku Festival gezeigt.

    Weiterlesen
    • Dokville 2018
  • Ein Stück Familien- und Filmgeschichte, Gesellschaftsporträt sowie Zeitgeschichte: »Sympathisanten. Unser Deutscher Herbst« von Felix Moeller ist eine sehr persönliche Annäherung an eine aufwühlende und aufgewühlte Zeit. Den Anfang nahm alles 1968 und sie mündete 1977 in den gewalttätigen Deutschen Herbst.

    Weiterlesen
    • Kino Tipps
  • Der 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs ist Anlass für eine dokumentarische Dramaserie, die bei Dokville 2018 bereits Monate vor ihrer Erstausstrahlung zum Thema werden wird. Wie bereits in »14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs« wird in »Krieg der Träume« aus der Sicht von Zeitzeugen ein Stück Weltgeschichte mit dokumentarischen und dramatisierten Elementen erzählt.

    Weiterlesen
    • Dokville 2018
  • In vielen Kulturen sind Frauen auf dem Surfbrett ein Affront, häufig verbunden mit Ausschluss oder Sanktionen Es gibt aber welche, die surfen trotzdem: Für die fünfteilige Doku-Serie »Chicks on Boards« begibt sich die Arte-Moderatorin und passionierte Surferin Dörthe Eickelberg auf eine Reise zu jungen Frauen in aller Welt, die sich trotz ihrer Religion, Hautfarbe oder Tradition in der Gesellschaft ein Stück Freiheit erobern – auf dem Brett, auf dem Meer – und damit viel riskieren. Bei Dokville 2018 ist die Serie Thema am ersten Tag des Branchentreffs.

    Weiterlesen
    • Dokville 2018
  • Die Film Commission Region Stuttgart lädt in Kooperation mit dem Haus des Dokumentarfilms im Anschluss an den ersten Tag von Dokville 2018 ein zu einem Werkstattgespräch mit dem Filmemacher Marcus Vetter über seine Produktionsfirma Filmperspektive mit Sitz in Stuttgart. Die Teilnahme ist begrenzt, Anmeldung ist per E-Mail ab sofort möglich.

    Weiterlesen
    • Dokville 2018
load more hold SHIFT key to load all load all

Neu im Kino: Das System Milch

»Den Hunger der Welt werden wir nie bezwingen, wenn wir Soja und Maus in Futtertröge kippen.« Das ist nur einer Erkenntnis aus dem Dokumentarfilm »Das System Milch« von Andreas Pichler (u.a. »Das Venedig-Prinzip«). Der Filmemacher untersucht auf vielfältige Weise, was die intensive (und extensive) Herstellung von Kuhmilch wirklich bedeutet. Ein Film, der ökonomisch und ökologische Prozesse veranschaulicht – und das bei einem Produkt, das zu den wichtigsten weltweit gehört; und das deshalb auch zu einem der umkämpftesten gehört.

Kinostart: 21. September 2017

Milch von glücklichen Kühen hat ein hervorragendes Image. Auf den Milchtüten wird ein romantisches Bild von den Kühen in den Bergen verkauft. Doch diese Idylle ist die Ausnahme und erzählt nicht die Wirklichkeit. Milch ist heute ein wichtiger Rohstoff und zum großen Geschäft mit Milliardenumsätzen geworden. In Europa werden jedes Jahr 200 Millionen Tonnen Milch und Milchpulver produziert. Allein in Deutschland wurden 2016 insgesamt 32,7 Mio. Tonnen Milch produziert und rund die Hälfte davon exportiert. Doch die Bauern müssen um einen fairen Preis für ihr Produkt kämpfen, den sie trotz einer leichten Steigerung bis heute nicht erhalten. Viele Höfe sind gefährdet oder sind gezwungen zu expandieren, um ihre Existenz zu sichern. Die globale Milchindustrie ist umso mächtiger und global vernetzt.

Mit seinem Film »Das System Milch« blickt Regisseur Andreas Pichler (»Das Venedig Prinzip«) hinter die Kulissen der industriellen Produktion, zeigt viele Facetten und fragt nach Alternativen. Er zeigt eindringlich die Konsequenzen für Menschen, Tiere und Umwelt. Der Film macht klar, welche Verantwortung Politik und Verbraucher in einer globalisierten Welt tragen. Von daher ist »Das System Milch« eine cineastische Reise über mehrere Kontinente (Europa, Amerika, Afrika und Asien), die mit Vorurteilen aufräumt und Lösungen aufzeigt.
Nachhaltigkeit und Rücksicht auf lokale Produktionsweisen spielen dabei keine Rolle. Milch steht sinnbildlich für unser globales Streben nach Wachstum und den Wahnsinn industrieller Lebensmittelproduktion. „Das System Milch“ beleuchtet in großen Bildern (Jakob Stark, Martin Rattini), auf wessen Kosten riesige Mengen Milch produziert werden und ob das mit hohen Milliardenbeträgen subventionierte System überhaupt zu halten ist.

Der Dokumenarfilm ist eine Produktion der Stuttgarter Eikon Filmproduktion (Christian Drewing) und der Südtiroler Miramonte Film (Valerio B. Moser) als Koproduktion mit rbb und in Zusammenarbeit mit Arte.

(Kay Hoffmann)

Tags: Kino-Tipps