Dokumentarfilm.info aus dem Haus des Dokumentarfilms
DOKUMENTARFILM.INFO - TÄGLICH DAS BESTE VOM DOKUMENTARFILM
facebook logo   twitter logo   instagram logo

    Kino-Tipps

Neu im Kino: Haus ohne Dach

Im Jahre 1892 erschien im Freiburger Verlag des Friedrich Ernst Fehsenfeld ein Buch, das viele Jahrzehnte hindurch und vermutlich bis zum heutigen Tag das Bild der Deutschen auf eine Region verklärt hat, von der 125 Jahre später die Wikipedia noch immer seltsam nebulös als »ein nicht genau begrenztes Gebiet in Vorderasien« berichtet. Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein weiter Weg: von »Durchs wilde Kurdistan«, ein spannender, aber erfundener Reisebericht des Schriftstellers Karl May, bis zum erfundenen, aber ungemein erhellenden Roadmovie »Haus ohne Dach«. Die junge deutsch-kurdische Filmemacherin Soleen Yuseef, eine Absolventin der Filmakademie Baden-Württemberg, hat ihr weitgehend in Kurdistan spielendes und gedrehtes Spielfilmdebüt in jahrelanger Arbeit realisiert. Nun ist das langsam erzählte, aber wundersam leichte Werk in den deutschen Kinos angekommen. Der Film, das Land und die Regisseurin sind die schönsten Überraschungen dieses späten deutschen Kinosommers.

Weiterlesen

Drucken E-Mail

Der lange Weg zu »Sie nannten ihn Spencer«

Acht Jahre lang hat Karl-Martin Pold an seinem Dokumentarfilm »Sie nannten ihn Spencer« gearbeitet. Er ist viele Kilometer mit dem Bud-Mobil unterwegs gewesen, schüttelte die Hand von Bud Spencer alias Carlo Pedersoli, er bekam keine auf die Ohren, aber er aktivierte eine riesige Bud-Fangemeinde. 2011 waren er und Sarah Nörenberg bei Dokville, dem Branchentreff aus dem Haus des Dokumentarfilms, zu Gast und sprachen damals über ihre ersten Arbeiten an dem jetzt im Kino angelaufenen Film. Dokville-Kuratorin Astrid Beyer führte für uns ein Gespräch mit Regisseur Karl-Martin Pold, das auch beleuchtet, was es bedeutet, einen Film großteils durch Crowdfunding realisieren zu müssen.

Foto: Filmplakat / Bud Spencer und Karl-Martin Pold @ Buddy Lane Productions, budspenvermovie.com

Weiterlesen

Foto: Filmplakat / Bud Spencer und Karl-Martin Pold @ Buddy Lane Productions, budspenvermovie.com

Drucken E-Mail

Neu im Kino: Beuys

Jahrelange hat er recherchiert und für den Schnitt arbeiteten Andres Veiel mit seinen Kollegen dann noch ganze 18 Monate, um »Beuys« zu vollenden. Selbst für einen Dokumentarfilm ist das eine lange Zeit. Aber der Filmemacher und der Produzent Thomas Kufus (zero one film) glaubten an die Arbeit. Das Vertrauen könnte sich lohnen: Der Film lief in diesem Jahr im Internationalen Wettbewerb der Berlinale und ist für den Deutschen Dokumentarfilmpreis nominiert, der Ende Juli in Stuttgart während dem Branchentreff Dokville und dem SWR Doku Festival verleihen werden wird. Nun ist er auch in den deutschen Kinos gestartet. In Ludwigsburg und Stuttart präsentierte der gebürtige Stuttarter Veiel bei einer DOK Premiere seinen jüngsten Film. Die offizielle Kinotour führt Veiel und »Beuys« durch zwei Dutzend Städte.

Foto: Szene aus »Beuys« © zero one film

Weiterlesen

Foto: Szene aus »Beuys« © zero one film

Drucken E-Mail