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    Kino-Tipps

Kinotipp: An den Rändern der Welt

Seit über 20 Jahren bereist der Naturfotograf und Greenpeace-Aktivist Markus Mauthe die Erde fernab bekannter Reiserouten. Für sein neues Projekt machte er sich drei Jahre lang auf die Suche nach Menschen, die abseits unserer modernen Welt noch möglichst nahe an den Wurzeln ihrer indigenen Herkunft leben im Einklang mit der Natur. Thomas Tielsch hat aus 120 Filmmaterial die bei den Reisen aufgenommen wurden, einen beeindruckenden Dokumentarfilms zusammengestellt.

Szene aus »An den Rändern der Welt« © Markus Mauthe / Filmtank

Szene aus »An den Rändern der Welt« © Markus Mauthe / Filmtank

Kinostart: 1. November 2018

An den Rändern der uns bekannten Welt leben sie, die letzten indigenen Gemeinschaften – fernab der Zivilisation, und doch betroffen von ihren Folgen. Bevor auch diese letzten indigenen Lebensweisen dem stetigen Vordringen der Globalisierung weichen müssen, ist Fotograf Markus Mauthe zu ihnen gereist – mit dem Ziel, die Schönheit ihrer Kulturen für uns sichtbar zu machen. Die Reise führt vom Südsudan und Äthiopien zu den Seenomaden nach Malaysia und den Indios im brasilianischen Mato Grosso, die angefangen haben, sich gegen die Zerstörung ihres Lebensraums zu wehren. Er war dabei nicht als Ethnologe, sondern als Umweltaktivist und Naturliebhaber unterwegs.

Nun hat sich Mauthe erstmals von einem jungen Kamerateam um den dynamischen Simon Straetker (Janis Klinkenberg, Fabian Bazlen, Lars Richter, Lukas Hoffmann, Tobias Friedrich) und ihrer Freundinnen begleiten lassen. Produzent und Regisseur Thomas Tielsch hat aus den 120 Stunden Material der Reisen nach Afrika, Asien und Südamerika den beeindruckenden Dokumentarfilm »An den Rändern der Welt« gestaltet. Magische Momente, extreme Erfahrungen und beeindruckende Bilder erwarten die Zuschauer von dieser Reise. Eine Drohne für spektakuläre Luftaufnahmen war oft im Einsatz. Dem Musikkomponisten Daniel Vulcano wurde regelrecht verboten, es sich zu einfach zu machen mit der ethnografischen Musik der Gruppen, doch sie waren für ihn eine Orientierung einer kongenialen Vertonung.

Deutlich wird in dem Film, wie unterschiedlich die indigenen Gruppen auf den Kontakt mit der übrigen Welt reagieren. Einige passen sich an und versuchen, Geld mit ihrer Exotik zu machen, andere versuchen dabei ihre Traditionen zu bewahren und einige versuchen jeden Kontakt zu vermeiden. Diesen Wunsch respektieren Markus Mauthe und das Filmteam. Bei der Premiere im Stuttgarter Delphi erzählte das Kamerateam, dass sie zum Teil länger bei und mit den indigenen Gruppen gewohnt und mit ihnen gearbeitet haben. Dies Vertrauen und ihre Nähe ist eine Stärke des Films.

Der Film wird begleitet von einer Live-Show mit den Bildern von Markus Mauthe, die von Greenpeace organisiert wird, sowie von einer Buchpublikation und weiteren Aktivitäten.

(Kay Hoffmann)

Tags: Kino-Tipps

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