Dokville - Branchentreff Dokumentarfilm

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Gelungene Premiere für AngeDOKt

Dokville 2017: Verlag trifft Dokumentarfilm

Seit einigen Jahren beschäftigt sich Dokville mit transmedialen Formen des Dokumentarischen. Immer wieder sind Teilaspekte der digitalen Transformation bei dem Branchentreff thematisiert worden. 2016 standen transmediale Erzählmöglichkeiten im Fokus der Tagung. Aus dEm Interesse heraus, gut recherchierte Themen eines Dokumentarfilms auch in anderen Medien aufzubereiten, hat sich das Format »AngeDOKt« entwickelt, das bei Dokville 2017 Premiere hatte.

Der zweite Tage von Dokville 2017 brachte eine Premiere: Das Haus des Dokumentarfilms eröffnete gemeinsam mit der MFG, der Wirtschaftsförderung Stuttgart, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Film Commission Stuttgart eine neue Plattform innerhalb des Branchentreffs. Dokumentarfilmer, Gameentwickler, Buch- und Zeitungsverlage können sich hier austauschen und neue Formate entwickeln. Im Anschluss an das Panel besteht dann für Interessierte die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Croissants im Dokville Café direkt zu unterhalten.
Beim ersten Zusammentreffen unterschiedlicher Produzenten von Inhalten, blieben die Referenten nah an ihren Werkbeispielen und berichteten aus der Praxis. Sigrid Klausmann und Walter Sittler haben ihr Projekt „199 kleine Helden“ breit aufgestellt. Es gibt eine interaktive Internetseite, begleitendes Schulmaterial, Kurzfilme, von denen 28 produziert wurden – 199 sollen es werden- und einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Nicht ohne uns“ Es ist ein weltumspannendes Filmserienprojekt unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Finanzierung ist vielfältig, von Filmstiftungen über Ministerien bis crowd investment.

Für Patrick Müller von Docmine ergeben sich durch die Verbindung von Dokumentarfilm und Buch neue Möglichkeiten mehrere Ebenen und Informationen zusammenzubringen. Beim Film, so sagt er, ist die Struktur vorgegeben, es ist ein lineares Medium, das in einer bestimmten Länge erzählt werden muss. Alles, was nicht der Story dient, und mag es noch so ein toller Sidekick sein, muss raus. Da gibt es beim Videobook eine größere Vielschichtigkeit, man kann punktuell tiefer gehen und Themen aufgreifen, die im Film keinen Raum finden. Gerade Dokumentarfilmer haben hier die Möglichkeit Neues auszuprobieren, innovative Formate zu entwickeln und sie können ihr Material so auch zweitverwerten.

Karl-Ludwig Rettinger, Geschäftsführer von Lichtblick Film, teilte anhand der beiden Filme „Vergiss mein nicht“ und „Eingeimpft“ seine Erfahrungen mit Film und Buch. Beide hätten ganz unterschiedliche Anforderungen und dadurch auch Möglichkeiten, so Rettinger. Während der Film eher Geschichten erzählt, kann man das, was für den Film zu theoretisch wäre, eher in einem Buch erzählen. Was im Film zu brutal käme, lasse sich besser schreiben. Insofern hätten beide Medien sehr unterschiedliche Qualitäten, die sich gut ergänzen. Und mit Blick auf die Zuhörer aus dem Dokumentarfilmbereich, meinte der Produzent, verdiene der Autor besser an seinem Buch und den Lesungen als an seinem Dokumentarfilm.

Moderiert wurde das Panel von Dörthe Eickelberg, Moderatorin und Filmemacherin, die immer wieder konkrete Fragen zu den einzelnen Case Studies, deren Umsetzung und Finanzierung stellte.

(Astrid Beyer)

Tags: dokville, Dokville 2017