Dokville - Branchentreff Dokumentarfilm

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Zwölf Filme nominiert für den Deutschen Dokumentarfilmpreis

Mit insgesamt 37.000 Euro Preisgeld, die sich auf fünf Preiskategorien aufteilen, wird der Deutsche Dokumentarfilmpreis 2018 erneut einer der wichtigsten Preise des Genres sein. Verliehen wird er am Abend des 29. Juni 2018 im Stuttgarter Kino Metropol als gemeinsamer Höhepunkt des SWR Doku Festivals und des Branchentreffs Dokville. Die Nominierungs-Jury hat getagt und die nominierten Filme aufgerufen.

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Der Deutsche Dokumentarfilmpreis, der unter diesem Namen seit 2009 vergeben wird (davor seit 2003 drei Mal als Baden-Württembergischer Dokumentarfilmpreis) wird 2018 wieder in Stuttgart zum Abschluss des neuen SWR Doku Festivals und von Dokville 2017 verliehen. Das Haus des Dokumentarfilms wird an einen der nominierten Filme einen Förderpreis vergeben, der mit 3000 Euro dotiert ist – diese Auszeichnung wird . Die Leserjury der Stuttgarter Zeitung vergibt einen Publikumspreis und die Norbert Daldrop Förderung für Kunst und Kultur vergibt einen mit 5000 Euro dotierten Preis für einen Film über Künstler oder die Entstehung von Kunst. Erstmals gibt es einen weiteren Preis in Höhe von 5.000 Euro für einen dokumentarischen Film aus dem Bereich Musik, der von Opus GmbH gestiftet wird. Über diesen Preis befindet eine eigene Fachjury. Das Preisgeld liegt insgesamt bei 37.000 Euro.

Die Verleihung der Preise findet als gemeinsamer Abschluss nach dem Ende von Dokville am Abend des 29. Juni im Stuttgarter Kino Metropol statt.


Die Nominierten für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2018


Szene aus »A Gravame« © best before filmproduktion

A Gravame
Das Stahlwerk, der Tod, Maria und die Mütter von Tambur: Der Frankfurter Regisseur Peter Rippl erzählt von der einst florierenden Handelsstadt Taranto. Das ehemals mediterrane Paradies ist heute von Europas größtem Stahlwerk gezeichnet.
Buch und Regie: Peter Rippl
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<hr /> <p><img src="images/dokville/dv2018/ddfp2018/familienleben_1_1200px.jpg" width="150" height="90" alt="Szene aus »Familienleben« ©&nbsp;Wendländische Filmkooperative" style="float: left;" /><br style="clear: left;" /></p>

Eldorado
Im Mittelpunkt steht die Mannschaft eines Bootes der italienischen Marine, die während der Aktion »Mare Nostrum« in Seenot geratene Flüchtlinge aufnehmen und ihre Erstversorgung übernehmen. Bei der Aktion werden über 100.000 Flüchtlinge gerettet. Das Thema Flüchtlinge verknüpft der Regisseur dabei mit einer Erinnerung an die eigene Kindheit.
Buch und Regie: Markus Imhoof
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Szene aus »Familienleben« © Wendländische Filmkooperative

Familienleben
Die Regisseurin zeigt in Anlehnung an die Wendländischen Filmkooperative einen familiären Mikrokosmos: ein Leben am Rand, ausgegrenzt und machtlos gegenüber Institutionen, und zugleich voller Träume von einer besseren Zukunft.
Buch und Regie: Rosa Hannah Ziegler
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Szene aus »Of Fathers And Sons« © Talal Derki / Basis Filmproduktion

Of Fathers and Sons
Talal Derki begleitet den Al-Nusra-Kämpfer Abu Osama und seine acht Söhne im Alter von zwei bis 14 Jahren. Frauen kommen in diesem Film marginal vor. Als Hände, die den Männern Essen servieren oder Mädchen, die von den Söhnen mit Steinen beworfen werden, sobald sie aus dem Haus treten.
Buch und Regie: Talal Derki
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Szene aus »Sewol – Die gelbe Zeit« © BR, HFF München

Sewol – Die gelbe Zeit
Es vergeht keine Sekunde in Minsu Parks Dokumentarfilm, die nicht schmerzt. 77 lange, qualvolle Minuten über den Tod von 304 Menschen – die meisten von ihnen Schulkinder auf einer lange ersehnten Schulreise – die beim Untergang der Fähre Sewol vor Südkorea im April 2014 ums Leben kamen. Ein Dokument des Unbegreiflichen, für das es dennoch Ursachen und Schuldige gibt.
Buch und Regie: Minsu Park
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Szene aus »Shut up and play the Piano« © Rapid Eye Movies

Shut up and play the Piano
Philipp Jedicke hat in seinem Regiedebüt ein Porträt des kanadischen Musikers Chilly Gonzales geschaffen. Archivmaterial und spielerisch inszenierte Szenen wechseln mit Interviews von Weggefährten wie den Peaches, Leslie Feist und Jarvis Cocker.
Buch und Regie: Philipp Jedicke
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Szene aus »System Error« © Port au Prince Film

System Error
In seinem neuen Dokumentarfilm macht sich der zweifache Grimme Preis-Träger Florian Opitz auf die Suche nach einer Erklärung für einen der großen Widersprüche unserer Zeit: Warum sind wir so besessen vom Wirtschaftswachstum, obwohl wir wissen, dass es uns am Ende schadet?
Buch und Regie: Florian Opitz
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Szene aus »Taste of Cement« © Basis Berlin Filmproduktion

Taste of Cement
In den strahlend blauen Himmel über Beirut wachsen neue Wolkenkratzer mit Traumblick auf das Mittelmeer. Tagsüber werden sie von syrischen Bauarbeitern errichtet. Zu Hause in ihrer Heimat zerstört der Krieg zur gleichen Zeit ihre eigenen Häuser.
Buch und Regie: Ziad Kalthoum
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Szene aus »The Cleaners« © gebrueder beetz filmproduktion

The Cleaners
Was in den sozialen Netzwerken wie Facebook stehen darf, entscheiden nicht Gesetz, sondern Regeln. Wer legt diese Regeln fest und wer überwacht sie? Eine Reise in eine »schöne, neue Welt«, in der Menschen darüber entscheiden müssen, was wir sehen dürfen und was nicht.
Buch und Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck
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Szene aus »The Poetess« © Brockhaus/Wolff Films

The Poetess
Hissa Hilal, eine 43-jährige Hausfrau aus Saudi-Arabien, erprobt ihre Grenzen im täglichen Ringen um Veränderung. Verhüllt in eine Burka, erlangt sie in Abu Dhabi am renommierten Wettbewerb »Million’s Poet« international Berühmtheit – mit ihren Gedichten, die den Terrorismus und die Ideologien der fanatischen Islamisten kritisieren.
Buch und Regie: Stefanie Brockhaus, Andreas Wolff
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Szene aus »Waldheims Walzer« © Ruth Beckermann Filmproduktion

Waldheims Walzer
Ruth Beckermann griff 1986 selbst zur Videokamera, um die Proteste gegen Kurt Waldheim zu begleiten. Nicht durch Zufall erinnerte sie sich vor einigen Jahren an dieses Material und entwickelte daraus über den weltweit geachteten UN-Generalsekretär, der als Österreichs Bundespräsident über seine NS-Vergangenheit stolperte.
Buch und Regie: Ruth Beckermann
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Szene aus »Wenn Gott schläft« © Till Schauder Filmproduktion

Wenn Gott schläft
Der iranische Sänger Shahin Najafi lebt in Deutschland im Exil. Seit er 2012 einen satirischen Rap veröffentlichte, haben radikale Geistliche gegen ihn eine Todes-Fatwa verhängt. Jedes Mal, wenn er die Bühne betritt, steht sein Leben auf dem Spiel; die Bedrohung ist allgegenwärtig.
Buch und Regie: Till Schauder
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Die nominierten Filme für den Opus-Musik-Preis

Erstmals wird im Rahmen des Deutschen Dokumentarfilmpreises auch der Preis der Opus GmbH für einen Film aus dem Bereich Musik vergeben. Für diese Auszeichnung sind fünf Filme nominiert:

Bunch of Kunst
Buch und Regie: Christine Franz;

Shut up and play the Piano
Buch und Regie: Philipp Jedicke

The Potential of Noise – Conny Plank
Buch und Regie: Stephan Plank und Reto Caduff

Wenn Gott schläft
Buch und Regie: Till Schauder

You’ll never walk alone
Buch und Regie: André Schäfer

(Thomas Schneider)


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Die bisherigen Gewinner des Deutschen Dokumentarfilmpreises:
2017 Democracy
2015 Song from the Forest
2013 Sofia letzte Ambulanz
2011 Pina
2009 Let‘s make money
2007 Gambit *
2005 Die Spielwütigen / Amok in der Schule *
2003 Die Kinder sind tot *
(* Baden-Württembergischer Dokumentarfilmpreis)
 
Die bisherigen Gewinner des Förderpreises des Hauses des Dokumentarfilms:
2017 Raving Iran
2015 Am Kölnberg
2013 Die große Passion
2011 How to make a book with Steidl
2009 Draußen bleiben
2007 Prinzessinnenbad
2005 7 Brüder


Tags: Dokville 2018

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