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Pepe Danquart: Bad News! Bildet Banden!

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DOKVILLEKann man vom Dokumentarfilm noch leben? Diese Frage stellte sich einer der erfolgreichsten deutschen Filmemacher: Pepe Danquart. Bei dem vom HAUS DES DOKUMENTARFILMS veranstalteten Branchentreff DOKVILLE machte er sich im Juni 2012 dazu tiefgehende Gedanken. Seine Key-Note »Bad News: von Menschen, Redakteuren und dokumentarischen Kolporteuren« haben wir hier dokumentiert. In Anlehnung an den Titel eines Dokumentarfilms von Ulrich Seidl fasste Danquart das ganze Dilemma des Dokumentarfilmlebens gleich zu Anfang seines Vortrags zusammen. Hören Sie nachfolgend die Key-Note von Pepe Danquart. auch die gleichfalls interessante Diskussion ist in einem zweiten Podcast hörbar.

Pepe Danquart bei DOKVILLE 2012

Ausgebeutet seien sie wie Migranten bei illegaler Schwarzarbeit, vom Elend in dieser Welt inspirierend lebend, staunend sich permanent in Fremdterritorien bewegend und begegnen dabei kreativ spielerisch der ganzen Misere mit einem Lachen. So Pepe Danquart bei DOKVILLE 2012. In seiner scharf formulierte, aber ruhig vorgetragenen Key-Note sprach er etliche wunde Punkte an, die allen Dokumentarfilmschaffenden in Deutschland zunehmend Schmerzen bereiten.

Das Bild vom Dokumentarfilmer als Reisender zweiter Klasse zieht sich durch den Vortrag. Nach einer Exkursion in die Veränderungen der Fernseh-, Kino- Internetlandschaft  und in die eigene Vergangenheit als junger Filmemacher, der lange Jahre nicht vom Dokumentarfilm leben konnte, schloss Pepe Danquart mit einem Aufruf an die gesamte Dokumentarfilmgemeinschaft: „Bildet Banden. Galt damals. Gilt heute. Durchhalten. Unabhängig machen von Mächtigen. Verbündete suchen.“

Audio-Mittschnitt Teil 1

Nachfolgend die Key-note von Pepe Danquart als mp3-Podcast (mp3-Format, 24 Minuten). Wenn Sie die Datei wegen eines fehlenden Plugins nicht abrufen können, klicken Sie bitte hier.

1.Vortrag Pepe DanquartPlayDownload this Song

Wir empfehlen unseren Leserinnen und Lesern, die komplette Rede anzuhören. Einige der interessantesten Sprungstellen haben wir nachfolgend für Sie aufgeschrieben:

  • Das Wort Dokumentation macht mich krank ... (3:40)
  • Die Talkshows und die Sportevents verdrängen den Dokumentarfilm ... (5:02)
  • Das Fernsehen der sechziger und siebziger Jahre war besser als das heute ... (7:20)
  • Viel hat sich geändert seit damals - vor allem durch das Internet ... (8:15)
  • Warum Danquarts Film "Höllentour" anfangs Probleme im Kino hatte ... (9:15)
  • Wim Wenders Visionen für den Dokumentarfilm ... (20:00)
  • Das Ende der öffentlich-rechtlichen Sender ... (22:40)
  • Die Stuttgarter Schule, Klaus Wildenhahn und Arte ... (23:05)
  • Ich werde in Zukunft einen Spielfilm machen ... (23:50)

 

Audio-Mitschnitt Teil 2

Teil 2 unseres Mitschnittss ist der Diskussion gewidmet, in der es noch einige sehr interessante Statements von Pepe Danquart gibt. Aber auch aus dem Publikum meldeten sich einige Zuhörer mit bemerkenswerten Beiträgen. (mp3-Format, 15 Minuten). Wenn Sie die Datei wegen eines fehlenden Plugins nicht abrufen können, klicken Sie bitte hier.

1.Diskussion mit dem PublikumPlayDownload this Song

Auch für den zweiten Teil dieses Podcast haben wir interessante Sprungstellen herausgesucht:

  • Filmemacher ist ein hartes Leben ... (2:30)
  • Ich halte es für gesellschaftlich wichtig, dass weiter ausgebildet wird ... (3:50)
  • Einwurf von Rüdiger Steinmetz (Uni Leipzig): Nicht die ostdeutschen Dokumentarfilmer vergessen ... (4:30)
  • Nachfrage von Kay Hoffmann (HAUS DES DOKUMENTARFILMS) zu Pepe Danquarts Aufforderung, man solle "Banden bilden" ... (6:30)
  • Einwurf von Heinz Glässgen (ehemals Kulturchef beim NDR und Intendant von Radio Bremen): Man darf die öffentlich-rechtlichen Sender nicht in Ruhe lassen ... (9:45)
  • Thomas Frickel (AG Dokumentarfilm) äußerst sich zum Einwurf von Heinz Glässken: Warum wird auf die Gremien kein Einfluss genommen ... (12:50)
  • Pepe Danquarts Schlusswort: Redakteure von ihrem Stuhl zu kippen ist schwieriger als ... (14:20)

(Text: Astrid Beyer, Thomas Schneider - Fotos: HDF/René Müller)

 

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28. April 2017

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