A A A
www.dokumentarfilm.info

Zum 80. Geburtstag: Hans-Dieter Grabe mit sechs Filmen auf vier Kanälen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

TV-TippsDer langjährige ZDF-Redakteur, Dokumentarfilmer und -autor und u.a. Grimme-Preisträger Hans-Dieter Grabe feiert am 6. März seinen 80. Geburtstag. Er hat, schreibt das ZDF, »den deutschsprachigen Dokumentarfilm wesentlich mitgeprägt.« Eine ganze Reihe seiner Filme sind über das kommende Wochenende im deutschen Fernsehen noch einmal zu sehen. Aus Anlass des Geburtstags veröffentlichen wir zusätzlich ein langes, tiefgründiges Gespräch, das Grabe mit Thomas Schadt während Dokville 2016 führte als vollständige Transkription. Aufgrund der Länge des Mitschnitts veröffentlichen wir den Text in zwei Teilen.

Foto: Szene aus »Do Sanh - Der letzte Film« © Hans-Dieter Grabe / ZDF

Foto: Szene aus »Do Sanh - Der letzte Film« © Hans-Dieter Grabe / ZDF

Er porträtierte Menschen, die Auschwitz überlebten und andere, die Auschwitz möglich machten. Den vietnamesischen Jungen Do Sanh, im Vietnamkrieg schwer verletzt, besuchte er fast dreißig Jahre lang immer wieder mit der Kamera und beschrieb, wie lange Bomben wirken können. »Der genaue Blick« wurde Grabes filmischem Schaffen attestiert, das in mehr als 60 Werken eine eigene Handschrift zwischen Journalismus und Dokumentarfilm hervorbrachte. 

Am kommenden Wochenende sind insgesamt sechs Filme aus Grabes umfangreichem Werk auf vier Sendern zu sehen:

Samstag, 4. März 2017, 19.30 Uhr, ZDFinfo
Simon Wiesenthal oder ich jagte Eichmann
Dokumentarfilm von Hans-Dieter Grabe
Deutschland 1978
 
Samstag, 4. März 2017, phoenix
22.30 Uhr: Er nannte sich Hohenstein
00.00 Uhr: Epilog: Drei Frauen aus Poddembice
Dokumentarfilme von Hans-Dieter Grabe
Deutschland 1994 und 1995
 
Sonntag, 5. März 2017, 3sat
10.50 Uhr: Geschichten vom Essen
11.50 Uhr: Raimund – ein Jahr davon
Dokumentarfilme von Hans-Dieter Grabe,
Deutschland 2008 und 2013
 
Sonntag, 5. März 2017, 0.50 Uhr, ZDF
Do Sanh – der letzte Film
Dokumentarfilm von Hans-Dieter Grabe
Deutschland 1998


"Man ist allein und hat eine ganz kleine Kamera"

Transkription eines Gespräches zwischen Hans-Dieter Grabe und Prof. Thomas Schadt - Teil 1

»Menschen sind für mich dann wichtig, wenn sie Dinge erlebt haben, die mitgeteilt werden müssen, weil sie gesellschaftliche Zustände zeigen«, sagte Hans-Dieter Grabe bei Dokville 2016 im Gespräch mit Prof. Thomas Schadt von der Filmakademie Baden-Württemberg. Fast 40 Jahre widmete sich Grabe jenen Zuständen detailliert, nämlich als Dokumentarfilmregisseur des ZDF. Opfer des Vietnamkriegs, ehemalige KZ-Häftlinge, Überlebende aus Hiroshima und Nagasaki, Ärzte, Mörder, Widerstandskämpfer, Mitläufer: Grabe hat sie filmisch begleitet - manche ein Leben lang.

» zu diesem Artikel wechseln

(Thomas Schneider)

wieder nach oben

FVAVANTGRD0708 1.5 RGSTRD
© 2017 www.dokumentarfilm.info | Haus des Dokumentarfilms, Teckstr. 62, 70190 Stuttgart | redaktion@dokumentarfilm.info

Logo Haus des Dokumentarfilms



27. April 2017

Doksite.de - das neue Webportal für den Dokumentarfilm