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Doku-Tipp: Vodka Factory

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Der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm zeigt, wie Valja, junge Mutter und Mitarbeiterin in einer Wodka-Fabrik, versucht ihrem perspektivlosen Leben zu entfliehen. Die Hoffnung, durch eine Castingshow zu Ruhm zu kommen, bewegt sie dazu, ihr Kind bei ihrer Mutter Tatjana in Obhut zu lassen und der Kleinstadt den Rücken zu kehren. Die 50-jährige Tatjana versucht sich derweil durch eine neue Liebschaft ein besseres Leben zu ermöglichen.
 

Alkoholsucht und häusliche Gewalt gehört in Zhigulyovsk, der Provinz in der die beiden Frauen wohnen, zum Alltag. Wenn die 22-jährige Valya zwischen den plaudernden Frauen am Fließband steht, träumt sie von einer Karriere als TV-Star. Obwohl ihre Pläne ihren fünfjährigen Sohn Danila ausschließen und auf Unverständnis bei ihrer Mutter stoßen, macht sie sich auf den Weg in das tausend Kilometer entfernte Moskau. Der kleine Danila bleibt bei seiner Großmutter, die darüber nicht gerade erfreut ist.
 
Der Film über das menschliche Streben nach Glück ist in das Genre der Doku-Soap einzuordnen. Der seit 10 Jahren in Schweden lebende Regisseur arbeitete in seinem Film mit Mitteln der Inszenierung um dramatische Momente einzufangen. „Vodka Factory“ ist eine europäische Koproduktion des polnischen Senders TVP1, des schwedischen Senders TVP1 und Arte. Der Film wurde weltweit auf Festivals, unter anderem beim Docaviv Festival in Israel und den HotDocs in Kanada gezeigt. Beim internationalen Dokumentarfilmfestival Leipzig 2010 erhielt Jerzy Sladkowski den hoch dotierten Hauptpreis „Goldene Taube“. Weitere Auszeichnungen waren der Tempo Documentary Award des schwedischen Tempo Documentary Festivals und der „Grand Prize for the Best Artistic Achievement“ beim Pärnu Film Festival in Estland.

 

Vodka Factory
Regie: Jerzy Sladkowski
Schweden, Polen, Frankreich, 2010, 89 Min.
Produktion: Hysteria Film

 

Franziska Weigelt/ Bild: Arte

   

Glawoggers Tryptichon zur modernen Arbeitswelt

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Michael GlawoggerDer österreichische Regisseur Michael Glawogger hat mit seinem neuen Dokumentarfilm "Whore's Glory" bei den Filmgestspielen in Venedig den Spezialpreis Orrizonti Jury erhalten. Mit diesem Film komplettiert er eine Trilogie und findet für das heikle Thema der Prostitution aussdrucksstarke Bilder. "Ein filmisches Triptychon zur Prostitution", wie unser Kritiker meint. Nun ist der Regisseur auf der Tour durch die Kinos und stellt nach der Weltpremiere in Italien seinen Film auch in deutschen Kinos vor.

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28. April 2017

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