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Buchtipp: Mythen zur Hamburger Schule

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Hamburger SchulenAls 25. Band der Buchreihe Close Up wird Ende April 2013 das neue Buch von Christian Hißnauer und Bernd Schmidt »Wegmarken des Fernsehdokumentarimus. Die Hamburger Schulen« im UVK-Verlag erscheinen. Dabei spannen sie einen Bogen über sechs Jahrzehnte deutscher Fernsehgeschichte, die der Norddeutsche Rundfunk (NDR) geprägt hat. Sie würdigen richtungsweisende Autoren mit ihren vielfältigen dokumentarischen Arbeiten. Daraus entstanden in Hamburg stilbildende Schulen.

Dabei arbeiten Christian Hißnauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Georg-August-Universität Göttingen, und Bernd Schmidt, Professor für Journalistik an der Hochschule Hannover, arbeiten auch unbekannte Kapitel des deutschen Fernsehens auf. Die Autoruen korrigieren einschlägige Sichtweisen auf Schlüsselfiguren des deutschen Fernsehdokumentarismus und räumen mit fernsehgeschichtlichen Mythen auf. Der Band setzt bei den Produktionen der 1950er Jahre an, die Dokumente einer imperialistischen Weltsicht und des Kalten Krieges sind.

Ein wesentlicher Akzent liegt auf der dokumentarischen Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus; ein weiterer auf den neuen Themen, die aus der Aufbruchstimmung der 1960er Jahre resultierten. Breiten Raum nehmen die Ursprünge und die Entwicklung von direct cinema, Interviewdokumentarismus und die Form des DokuDrama ein. Berücksichtigung finden entlegene hybride Formen wie das faktographische Fernsehspiel.

Im Mittelpunkt stehen beispielsweise Autoren wie Peter von Zahn, Peter Schier-Gribowsky, Egon Monk, Klaus Wildenhahn, Eberhard Fechner und Horst Königstein. Vom NDR und seinen Vorläufern gingen prägende Impulse aus. Sie wurden bislang unter dem unzulässig pauschalisierenden Singular ‚Die Hamburger Schule‘ zusammengefasst. Dabei setzten drei Generationen von Autoren sehr unterschiedliche Wegmarken. Diese Produktionen sind von bleibender fernseh- wie zeitgeschichtlicher Bedeutung.

(Kay Hoffmann)

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28. April 2017

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