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„Zweiter Lockdown – light oder heavy?“ Das sagen Filmemacher!

Goggo Gensch hat Filmemacher*innen und Leinwandbespieler für das Haus des Dokumentarfilms interviewt. Die zentrale Frage: „Zweiter Lockdown – light oder heavy?“ Zu Wort kommen die Gäste unserer DOK Premiere aus diesem Herbst.

Stimmen aus der Branche in herausfordernden Zeiten

Auch und gerade in herausfordernden Zeiten bleibt das Haus des Dokumentarfilms im Gespräch mit kreativen Köpfen aus dem Filmbereich. Entstanden ist so eine neue Ausgabe von „Stimmen aus der Branche“, die den Auswirkungen der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nachspürt. Wie ist die Stimmungslage bei unseren Gästen der DOK Premiere im Herbst und Winter? Wie erleben Kinobetreiber und Veranstalter die aktuelle Situation? 

Die Dokfilmreihe, die von Dr. Kay Hoffmann im Ludwigsburger Caligari Kino und seit Herbst 2020 von Goggo Gensch zusätzlich im Stuttgarter Arthaus Kino Delphi kuratiert wird, muss gerade ebenso auf unbestimmte Zeit pausieren wie zahlreiche andere Veranstaltungen aus dem Film-, Kultur- und Musikbereich. 

Pepe Danquart: „Es ist eine Riesenkatastrophe“

Für den süddeutschen Filmemacher und Oscar-Preisträger Pepe Danquart (aktuelle Produktion „Vor mir der Süden“) ist der „Lockdown light“ eine „Riesenkatastrophe“ für die Branche. Kinobetreiber Peter Erasmus, Arthaus Filmtheater Stuttgart, versteht nicht, wieso „man uns, die wir glauben, mit den Hygienekonzepten alles richtig gemacht zu machen, den Strom abdreht.“ Da seien auch Online-Festivals kein echter Ersatz. Danquart spricht gar von der „Atomisierung des Publikums“.

Jochen Laube: „Für die Kultur ist es ein Voll-Lockdown“ 

Zu sehen und hören sind außerdem die Filmemacherinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier/Böller und Brot (der für Mitte Nov. geplante Kinostart von „Narren“ wurde verschoben; ebenso ist die DOK Premiere nun erst im Jan. angesetzt); die Regisseure Elsa Kremser und Levin Peter (Kinotour „Space Dogs“ ist unterbrochen; die sehr erfolgreiche DOK Premiere war im Okt.), die Regisseurin Carmen Belaschk (Kinostart „Mary Bauermeister – Eins plus Eins ist Drei“ voraussichtlich erst im Jan. 2021) und der Produzent und Festivalleiter Jochen Laube, der im Dezember den diesjährigen Baden-Württembergischen Ehrenpreis bei der Filmschau Baden-Württemberg erhalten wird. Sein Kinofestival „Lichtspielliebe Ludwigsburg“ konnte 2020 nicht wie angedacht stattfinden und musste abgesagt werden.

Ausgewählte Trailer zur DOK Premiere

Die geplante DOK Premiere von „Narren“ (Sigrun Köhler/Wiltrud Baier) soll nun statt im November 2020 am 19.1.2021 im Arthaus Kino Delphi Stuttgart und 20.1.2021 im Caligari Kino Ludwigsburg stattfinden.

Mit Pepe Danquart wäre es demnächst filmisch nach Italien gegangen, auf den Spuren Pasolinis. Ob die Screenings und die für Dezember geplante Filmtour von „Vor mir der Süden“ wie geplant stattfinden können, ist derzeit noch offen. 

Carmen Belaschks Dokumentarfilm „Mary Bauermeister – Eins plus Eins ist Drei“ erzählt die radikal gelebte Biografie einer Visionärin, die als Mutter der Fluxusbewegung gilt. Den Termin für die DOK Premiere geben wir hier und unter www.dokpremiere.de sobald möglich bekannt.

Mit mehreren, unter Corona-Bedingungen ausverkauften DOK Premieren ging „Space Dogs“ im Oktober 2020 über die Leinwände in Stuttgart und Ludwigsburg. Es sollte die letzte Veranstaltung vor Ort vor dem sogenannten „Lockdown Light“ sein, der unter anderem zu Kinoschließungen (deutschlandweit in Kraft getreten Anfang November) geführt hat. 

(Elisa Reznicek/Stefanie Roloff)

Tags: doknews

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