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42. FFMOP: „Stollen“ ist Gewinnerfilm im dokumentarischen Wettbewerb

Mit ihrem Dokumentarfilm „Stollen“ gewinnt Laura Reichwald den Wettbewerb „Bester Dokumentarfilm“ auf dem 42. Filmfestival Max Ophüls Preis. Vergangenen Samstag, 23.1., wurden insgesamt drei Preise an dokumentarische Produktionen vergeben. 

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Filmfestival Max Ophüls Preis (FFMOP): Preisverleihung am 23.1.2021

Die digitale Preisverleihung des 42. Filmfestival Max Ophüls Preis begann am Samstag (23.1.2021) mit ungewohnt leisem Applaus für die Filmemacher*innen. Wenn auch nüchtern und unaufgeregt, würdigten damit Festivalleitung Svenja Böttger und Oliver Baumgarten zusammen mit Moderator Tobias Krell zu Beginn des Livestreams die diesjährige, sehr an gegenwärtigen Themen orientierte Filmauswahl. Unter den insgesamt 16 zu vergebenden Preisen wurden drei Preise an dokumentarische Produktionen verliehen.

42. FFMOP - Dokumentarfilmpreise und Jury

Insgesamt werden drei Preise an dokumentarische Produktionen aus dem Wettbewerb vergeben. Am höchsten dotiert ist der Preis „Bester Dokumentarfilm“ in Höhe von 7.500 Euro von der Saarland Medien GmbH. Zudem stiftet die Strecker Stiftung ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro an die „Beste Musik in einem Dokumentarfilm“. Der „Publikumspreis Dokumentarfilm“, gestiftet von Dillinger und Saarstahl, ist ebenfalls mit 5.000 Euro dotiert. In der Dokumentarfilm-Jury des 42. FFMOP saßen Carolin Genreith (Filmemacherin), Yana Höhnerbach (Editorin) und Gary Marlowe (Komponist).

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Herstellung der Trophäen FFMOP.  Dokumentarfilm-Jury des 42. FFMOP. 

„Stollen“ von Laura Reichwald: „Bester Dokumentarfilm“

Der Dokumentarfilm „Stollen“ von Laura Reichwald portraitiert das kleine Dorf Pöhla inmitten des Erzgebirges. Dort klammert man sich an alten Traditionen fest, obgleich vom alten Bergwerk und der Kumpel-Gemeinschaft wenig übriggeblieben ist. „Weihnachtsland“ wird das Dorf auch genannt: Stollenbacken, Christmette und gemeinsames Singen schaffen dann Identität. Mit lobenden Worten an die Filmemacherin begründet die Jury ihre Entscheidung: „Sie fordert ihre Protagonist*innen heraus, ohne der Eindeutigkeit zu verfallen. Die Filmemacherin nimmt sich zurück und ist trotzdem die ganze Zeit da. Sie teilt mit uns ihren liebevollen Blick auf Menschen, ihre Geschichte, ihre Perspektive.“

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Preis für „Beste Musik in einem Dokumentarfilm“ geht an „The Case You“

In seiner Form einzigartig ist der Preis für die Beste Musik in einem Dokumentarfilm. Denn Musik-Preise auf Filmfestivals werden meist an fiktionale Stoffe vergeben. Für den Künstlerischen Leiter, Oliver Baumgarten, ist die Würdigung der Musik im Dokumentarfilm besonders. Für ihn geht es „um die Zusammenwirkung zwischen Autor*in und der Musik. Das ist etwas, was im Dokumentarfilm eine ganz eigene Rolle spielen kann.“ Der Preis für die Beste Musik in einem Dokumentarfilm geht 2021 an „The Case You“ von Alison Kuhn und Dascha Dauenhauer (Musik). Die Filmmusik „ist unkonventionell und reduziert. Sie arbeitet minimalistisch und sparsam, aber präzise eingesetzt im Dienst der Handlung“, so die Jury-Begründung.

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42. FFMOP „Publikumspreis Dokumentarfilm“: „Dear Future Children“

Der Publikumspreis in der Sparte Dokumentarfilm geht in der 42. Ausgabe des Filmfestival Max Ophüls Preis an „Dear Future Children“ von Franz Böhm. Mit dem Portrait der drei internationalen Aktivistinnen Hilda, Pepper und Rayen hat der Dokumentarfilm das Publikum überzeugt. Während der Festivalwoche konnten die Zuschauenden online für ihren jeweiligen Lieblingsfilm abstimmen.

Siehe auch „Franz Böhm: ‚Wir erleben eine Hochzeit des jungen Aktivismus‘“

(Annika Weißhaar)


Das Haus des Dokumentarfilms gratuliert allen Gewinner*innen herzlich!

Tags: doknews

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