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Film & Gespräch: „Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde“

Auch 2021 ist das Haus des Dokumentarfilms an den Jüdischen Kulturwochen Stuttgart beteiligt. Im Innenstadtkino Cinema präsentieren wir den Dokumentarfilm „Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde“ von Nicola Alice Hens mit anschließendem Filmgespräch.

In ihrem Dokumentarfilm erzählt Nicola Alice Hens die bisher kaum bekannte Geschichte von Marthe Hoffnung Cohn alias Chichinette („kleine Nervensäge“, so ihr Spitzname), die während der NS-Zeit als Spionin für die Alliierten tätig war. 

Film und Gespräch bei den Jüdischen Kulturwochen

Das Haus des Dokumentarfilms präsentiert „Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde“ am 10. November 2021 im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen im Innenstadtkino Cinema Stuttgart (Bolzstr. 4, 70173 Stuttgart). Veranstaltungsbeginn ist 19:30 Uhr.

Tickets: innenstadtkinos.de

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Astrid Beyer vom Haus des Dokumentarfilms führt vorab mit Marthe Hoffnung Cohn, die in Kalifornien lebt, ein Video-Interview. Dieses ist Teil der Filmvorführung. Im Anschluss daran gibt es eine Diskussion mit der Regisseurin Nicola Alice Hens. 

Gespräch mit Marthe Hoffnung Cohn - Impressionen

Einen Teil des Gesprächs mit Marthe Hoffnung Cohn präsentieren wir an dieser Stelle vorab. Das vollständige Video ist im Kino zu sehen. „Mir sitzt ein liebe- und humorvolles Paar gegenüber. Ich bin fasziniert von ihrer gemeinsamen Energie und Marthes Direktheit“, resümiert Astrid Beyer ihre Eindrücke nach dem Interview.

Über Chichinette

Die französische Jüdin aus Metz flieht mehrfach vor den Nationalsozialisten in Frankreich, lebt mit falschen Papieren in Marseille und verliert im Krieg ihren Verlobten und ihre Schwester. 1945 entscheidet sie sich als Spionin für die Alliierten in Nazi-Deutschland zu arbeiten und setzt dabei ihr Leben aufs Spiel. Ihre Mission, die Stellungen der deutschen Truppen entlang des Westwalls im Bereich Elsass und Lothringen auszuspionieren, gelingt. Dennoch redet sie 60 Jahre lang mit niemandem über ihre Heldentaten.

Erst Mitte der 1990er Jahre meldet sie sich bei Steven Spielbergs Shoah Foundation, erzählt von ihren Erlebnissen und beginnt ein zweites Leben als Zeitzeugin. „Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde“ erzählt in atmosphärischen, teils animierten Bildern diesen beeindruckenden Lebensweg.

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Über die Filmemacherin Nicola Alice Hens

Nicola Alice Hens arbeitet als Kamerafrau, Filmemacherin und Dozentin. Sie studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, der Bauhaus Universität Weimar und der Kunstakademie Toulouse. Seit 2015 unterrichtet sie Film im internationalen Masterprogramm Medienkunst an der Universität Weimar. „Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde“ ist ihr dokumentarisches Langfilm-Debüt.

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(red)

Tags: Veranstaltung

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