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DOK Premiere DER WALDMACHER im Mai 2022

Oscar®-Gewinner Volker Schlöndorff widmet seinen ersten Dokumentarfilm dem Lebenswerk des Australiers Tony Rinaudo, der seit Jahrzehnten gemeinsam mit afrikanischen Bauern eine simple Schnitttechnik praktiziert und verbreitet.

Dok Premiere-Plakat zu Der Waldmacher: Tony Rinaudo bearbeitet einen Setzling

Tony Rinaudo entdeckt ein gewaltiges Wurzelnetzwerk

In beeindruckenden Bildern lässt Volker Schlöndorff die Zuschauer daran teilhaben, wie dank der Passion eines Mannes eine ganze Region wieder aufblüht. Tony Rinaudo wurde 2018 für sein Engagement mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt. Er kam 1981 als junger Agrarwissenschaftler in den Niger, um die wachsende Ausbreitung der Wüsten und das Elend der Bevölkerung zu bekämpfen. Radikale Rodungen haben das Land veröden lassen und einst fruchtbare Böden ausgelaugt. Doch Rinaudos Versuche, die Wüste durch das Pflanzen von Bäumen aufzuhalten, scheitern und nahezu alle seine Setzlinge gehen wieder ein. Dann bemerkt er unter dem vermeintlich toten Boden ein gewaltiges Wurzelnetzwerk – eine Entdeckung, die eine beispiellose Begrünungsaktion zur Folge hat und unzähligen Menschen neue Hoffnung schenkt.

DOK Premiere und Filmgespräch: „Der Waldmacher“

Für seinen Dokumentarfilm begleitete Schlöndorff Rinaudo in verschiedene Länder und ließ sich ganz konkret zeigen, wie das Beschneiden der Bäume und die Mobilisierung der Bevölkerung funktioniert.

Aus fast jedem Strauch, der nach Regenfällen aus dem Boden sprießt, kann ein Baum werden. Wenn man die Triebe beschneidet, werden die verbleibenden Äste gestärkt und vom unterirdischen Wurzelwerk mit Nährstoffen versorgt. Hat sich so ein Wald entwickelt, verbessern sich die Böden und das Getreide wächst besser im Schatten der Bäume als in der prallen Sonne. Die Artenvielfalt wächst. Die Wiederbelebung der kargen Böden ist wichtig für viele Gebiete in Afrika, aber auch in Asien. Diese Methode wird inzwischen in 25 Ländern praktiziert.

Über das alltägliche Leben in Afrika

Filmstill aus "Der Waldmacher": Tony Rinaudo unterwegs mit Einheimischen, © WorldVision Filmstill aus "Der Waldmacher": Der Musiker Ablaye Cissoko vor einem erhabenen Baum, © Jean Diouf
  Tony Rinaudo gelang das scheinbar Unmögliche: Die Wiederbelebung der Bäume.

Schlöndorff sagt zu seinem Film: „Als ich sah, wie Tony mit den Bauern arbeitete, interessierte ich mich mehr für die Menschen als für die Bäume. Ich beschloss, ihr tägliches Leben zu beschreiben, ihre Gedanken und Überzeugungen zu verstehen, und schließlich ein anderes Bild von Afrika zu zeigen, ohne die übliche herablassende Aufmerksamkeit für Elend und Katastrophen.“ Deshalb lud er einige jüngere afrikanische Filmemacher ein, sich mit Kurzfilmen an dem Projekt zu beteiligen.

„DER WALDMACHER“. Regie: Volker Schlöndorff; Produktion: Volksfilm, Zero One Film in Koproduktion mit BR und Arte; gefördert vom Medienbord Berlin-Brandenburg; Verleih: Weltkino

So. 1.5.2022, 13:00 Uhr
Atelier im Bollwerk Stuttgart
Filmgespräch mit Volker Schlöndorff und Goggo Gensch (Haus des Dokumentarfilms);
Reservierung notwendig unter arthaus-kino.de

So. 1.5.2022, 16.30 Uhr
Caligari Kino Ludwigsburg
Filmgespräch mit Volker Schlöndorff und Kay Hoffmann (Haus des Dokumentarfilms);
Reservierung notwendig unter kinokult.de

(Kay Hoffmann)

Tags: Veranstaltung

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