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Arte-Themenabend »Afghanistan. Das verwundete Land«

Am DI, den 7.4.2020, widmet Arte sein Programm dem zerütteten Land Afghanistan. Der ab 20:15 Uhr in deutscher Erstausstrahlung gezeigte Vierteiler »Afghanistan. Das verwundete Land« greift auf meist ungesehene Archivbilder zurück, die teils auch aus der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg stammen. Im Anschluss strahlt ARTE »Mit offenen Karten: Afghanistan – Ein zerklüftetes Land« sowie die Produktion »Frauenfußball in Kabul. Ein Tor für die Freiheit« aus. 

 

Doku-Vierteiler »Afghanistan. Das verwundete Land«

Die »Reise vom Paradies in die Hölle« (arte) beginnt vor über 40 Jahren, als in Afghanistan noch Frieden herrscht, das Land aber bereits am Scheideweg steht. »Außergewöhnliches Filmmaterial aus den 1960er und 1970er Jahren zeigt ein schönes, verloren gegangenes Afghanistan«, so die Macher der vierteiligen Dokumentation, die davon berichten, wie utopische Träume schließlich in einen nicht enden wollenden Krieg münden, der in Form von Terrorismus längst auch die westliche Welt erreicht hat.

Aufschlussreich mit visuell starken Bildern kombinierte Interview-Sequenzen von afghanischen Frauen und Männern, aber auch Menschen aus dem Westen eröffnen dabei unterschiedliche Perspektiven – auf Persönliches genauso wie auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Es ist eine Geschichte voller Tragik aus einem Land, dessen Wunden tief reichen und vielleicht nie wieder heilen werden. Die Machart der en bloc ausgestrahlten Dokumentation erinnert dabei an den von Arte vor wenigen Wochen gesendeten Doku-Mehrteiler zu »Colonia Dignidad«.

Ausstrahlungstermine

Die von Mayte Carrasco und Marcel Mettelsiefen auf die Beine gestellte Dokumentationsreihe »Afghanistan. Das verwundete Land« rückt die folgenden Themen in den Fokus:

Weitere Produktionen zu Afghanistan

Direkt im Anschluss, ab 23:50 Uhr, untersucht »Mit offenen Karten« die politischen Kräfteverhältnisse anhand detaillierter geografischer Karten. Die zerklüftete Topografie mag laut Arte nicht nur die ethnische Vielfalt des Landes bedingen, sondern auch das unbeirrbare Unabhängigkeitsstreben seiner Bewohner und somit die komplexe afghanische Geschichte.

Wer zu später Stunde noch wach ist, sollte sich ab 00:05 Uhr die Dokumentation »Frauenfußball in Kabul. Ein Tor für die Freiheit« von Gelareh Kiazand anschauen. Im Zentrum steht Madina Azizi aus Kabul, Fußballtrainerin und ehemalige Nationalspielerin Afghanistans. Die junge Frau setzt sich (mittlerweile aus dem Exil heraus) für mehr weibliche Selbstbestimmung in einer traditionellen, patriarchalischen Gesellschaft ein – kein leichtes Bestreben, das ihr viele Anfeindungen in ihrer Heimat eingebracht hat. Auch diese Produktion ist in der Mediathek verfügbar.

(Elisa Reznicek) 

Tags: doknews, Doku Tipps

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