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»100.000 – Alles, was ich nie wollte«: besondere Digital-Premiere der Doku

Ursprünglich sollte die Musik-Doku »100.000 – Alles, was ich nie wollte« über und mit Fynn Kliemann nur einen Tag lang deutschlandweit in die Kinos kommen. Nun erfolgte die Weltpremiere am 25.04.2020 online. Die Filmtheater erhalten dennoch eine Gewinnbeteiligung als »Corona-Unterstützung«. 

Selfmade-Man in Aktion

»Ohne Label, ohne Marketing und unter Ausschluss der Charts haben wir mit NIE eines der meistverkauften Alben Deutschlands 2018 gemacht«, betont der überzeugte Selfmade-Man Fynn Kliemann und scheint selbst am meisten überrascht, dass »dieser bekloppte Weg«, wie er ihn nennt, am Ende tatsächlich funktioniert hat.

Kinoplakat 100.000 - Alles was ich nie wollte

Musik-Doku begleitet Musiker Fynn Kliemann

In der Dokumentation »100.000 – Alles, was ich nie wollte« zeigen Ole Hellwig und Henriette Ahrens den Musiker und YouTube-Star bei der Produktion von Videos, Social-Media-Stories und natürlich jeder Menge Songs. Die filmisch eingefangene Mischung aus Herzblut, Chaos, einem großen Workload und sympathischer Verpeiltheit sollte ursprünglich nur einen Tag exklusiv deutschlandweit im Kino laufen – sie ging nun am 25.4.2020 Corona-bedingt ins Digitale.

Digital-Premiere mit Gewinnbeteiligung für Kinos

Rund 120.000 Tickets wurden für die Premiere von »100.000 – Alles, was ich nie wollte« verkauft, die am 25. April ab 20 Uhr auf kino.oderso.cool als Stream online war. Der virtuelle Kinosaal war ebenfalls nur für 24 Stunden geöffnet. 

Das Besondere an der Digital-Variante: Jeder Kinofan konnte bei der Ticketbuchung sein Lieblingskino angeben. Dieses soll 25 Prozent des Gewinns erhalten, abgerechnet nach den »gebuchten« Kinokarten des jeweiligen Filmtheaters. Über 1.000 Kinos partizipierten an der Aktion. »Aktuell rechnen wir mit einer Gewinnausschüttung an die teilnehmenden Kinos von circa 200.000 Euro«, so notsold Geschäftsführer und Regisseur Ole Hellwig. »Wir freuen uns, mit dieser innovativen digitalen Kinopremiere die Kinos in Deutschland in der Corona-Krise zu unterstützen.« Was mit dem Film nach der Digital-Premiere passieren soll, lassen die Macher in der sich an den Film anschließenden Q&A-Session offen. »Wir werden in den nächsten Wochen entscheiden, wie es weitergeht. Den Traum von der Kinopremiere mit großer Leinwand haben wir noch nicht aufgegeben.« Auch Streaming-Portale seien aber eine Option. 

Alternatives Erlebniskino für neue Zielgruppen

5.000 zufällig gewählte TicketkäuferInnen bekamen außerdem ein »Kino-Zuhause-Erlebnis-Paket« zugeschickt. Es enthielt ein Filmplakat, eine individuelle Kinokarte, Sticker und eine Popcorn-Tüte. Henriette Ahrens, ebenfalls notsold-Geschäftsführerin, betont: »Sich 'out of the box' zu bewegen, scheint den klassischen Verleihern schwer zu fallen. Deshalb wurde die notsold GmbH gegründet, um mit innovativen Konzepten und alternativem Content Erlebniskino für eine jüngere Zielgruppe zu entwickeln und umzusetzen.« Das Unternehmen arbeitet als Verleih und Vertrieb.

Der Vorverkauf für die digitale Kino-Weltpremiere von »100.000 – Alles, was ich nie wollte« endete am Samstag, den 25.4.2020, um 12 Uhr. Der Film ging dann ab 20 Uhr für 24 Stunden online. 

(Elisa Reznicek)


Hinweis: Dieser Artikel wurde am 28.4.2020 mit den Ergebnissen der Digital-Premiere und einem Ausblick aktualisiert. 

Tags: doknews

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