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DOK Premiere: „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ 

Am 23. September 2020 ist es wieder soweit: Nach der Corona-Pause findet endlich die nächste DOK Premiere statt. Im Caligari Ludwigsburg zeigen wir um 16:30 und 20 Uhr den Dokumentarfilm von Bettina Böhler über Schlingensief und seine Aktionen.  

SCHLINGENSIEF In das Schweigen hineinschreien (c) Filmgalerie 451

Christoph Schlingensief galt als Enfant Terrible des deutschen Films und Theaters. Er wusste zu provozieren und gegen seine Heimat zu rebellieren – jedoch im positiven Sinne.  

Intensives Porträt: „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ 

SCHLINGENSIEF In das Schweigen hineinschreien (c) Filmgalerie 451Die bekannte Editorin Bettina Böhler würdigt nun sein Leben und Schaffen: „Mein Fokus liegt auf der Beschäftigung Schlingensiefs mit diesem Land und seiner Vergangenheit, die bis in die Gegenwart hineinreicht.“ In ihrem berührenden Regiedebüt „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ montiert sie virtuos private Aufnahmen und künstlerische Arbeiten Schlingensiefs mit Interviews. So erzählt er seine Geschichte selbst. Seine unbändige Energie überträgt sich dabei unwillkürlich auf die Zuschauer.

Diese berührende Annäherung an sein mannigfaltiges Oeuvre ist das erste umfassende Filmporträt über den Regisseur und Herausforderer, dessen Todestag sich Ende August zum zehnten Mal jährte. Das intensive Porträt zeichnet die Entwicklung des Ausnahmekünstlers Schlingensief vom quasi pubertierenden Filmemacher über den Bühnenrevoluzzzer bis hin zum Bestsellerautor dokumentarisch nach.  

Die Kunst der Überlagerung von Bildern 

SCHLINGENSIEF 3 (c) Filmgalerie 451

Bettina Böhler hat bereits Filme von Christian Petzold, Valeska Grisebach und anderen Akteuren der „Berliner Schule“ montiert. Mit Christof Schlingensief arbeitete sie für den Film „Terror 2000 – Intensivstation Deutschland“ (1992) und für „Die 120 Tage von Bottrop“ (1997) zusammen. Dies war sein letzter langer Film, bevor er sich ganz seinen Aktionen (z. B. „Chance 2000“, „Quiz 3000“, „Operndorf Afrika“) und Theaterinszenierungen widmete. Auch für ihn war das Mittel der Überlagerung von Bildern, Texten und Inhalten ein Kernelement seines gesamten Werkes – wie etwa mit Hilfe der Doppelbelichtung. 

 

 

Auseinandersetzung mit einem außergewöhnlichen Menschen

In ihrem Dokumentarfilm „In das Schweigen hineinschreien“ geht es Bettina Böhler darum, Christoph Schlingensief als Freund und Künstler in öffentlicher Erinnerung zu behalten: „Eine Auseinandersetzung mit dem Werk dieses außergewöhnlichen und umstrittenen Regisseurs, der es über Jahrzehnte geschafft hat, auf provokative und emotionale Weise Deutschland den Spiegel vorzuhalten, verspricht eine aufrüttelnde politische Wirkung. Ich denke er fehlt, gerade in der heutigen Zeit.“ Denn niemand habe das Recht auf die Freiheit der Kunst so intensiv genutzt wie Schlingensief.  

Info zur DOK Premiere am 23.9.2020 im Caligari Ludwigsburg

Bettina Böhler wird nach den beiden Vorführungen jeweils für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen. 

Wegen der Corona-Regelungen gibt es eine reduzierte Anzahl an Plätzen und deshalb zwei Vorstellungen (Filmbeginn um 16:30 Uhr und 20 Uhr); eine Reservierung ist unbedingt beim Caligari Ludwigsburg notwendig (Reservierung: kinokult.de).

bearb SCHLINGENSIEF 2 Copyright Filmgalerie451

(Kay Hoffmann)

Tags: DOKPremiere, Veranstaltung

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