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Rückblick Dokville 2019: Zwischen Fakt und Fiktion

»Warum ich hier bin«

Do. 27. Juni 2019 14:30 Uhr

Trailer zu »Warum ich hier bin«

In »Warum ich hier bin« erzählen fünf Menschen unterschiedlichen Alters, warum sie als Kinder ihre Heimat verlassen mussten und wie es für sie war, ganz neu in Deutschland anzufangen: Leila aus Bosnien, Cacau aus Brasilien, Frau Schiller aus Ostpreußen, Lena aus Japan und Ahmad aus Syrien.

Ahmad Fluss

Wie kommt es dazu, dass manche Menschen ihre Heimat verlassen und sich auf den Weg machen, um eine neue Heimat zu finden? In »Warum ich hier bin« erzählen fünf Menschen unterschiedlichen Alters, warum sie als Kinder aus ihrem Zuhause aufgebrochen sind und wie es war, ganz neu in Deutschland anzufangen. 

Der syrische Junge Ahmad ist mit seiner ganzen Familie nach Deutschland gekommen. Eineinhalb Jahre nach seiner Ankunft spricht er schon gut Deutsch und hat Freunde in seiner neuen Klasse gefunden. Ahmad erzählt von seinen Erfahrungen in Deutschland, aber auch von Syrien und den Erinnerungen, die er an seine Kindheit dort hat. 

Lena kam nach dem Reaktorunglück von Fukushima aus Japan nach Deutschland. Zwar konnte sie schon Deutsch, dennoch war der Anfang in einem völlig neuen Umfeld und das Zurücklassen ihrer Freunde und der gewohnten Umgebung in Japan eine große Herausforderung für sie. 

Leijla ist als Kind vor dem Bürgerkrieg in Jugoslawien geflohen. Die heute 34-Jährige fühlt sich mittlerweile sowohl in Bosnien als auch in Deutschland heimisch. Die Flucht und die Erfahrungen eines neuen Anfangs haben Leijlas Gefühl von »Zuhause sein« beeinflusst. 

Cacau kam aus Brasilien nach Deutschland um hier Fußball zu spielen. Er verwirklichte diesen Traum, wurde mit seinem Verein Deutscher Meister und spielte sogar in der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Seine Erfahrungen nutzt er heute für die Arbeit als Integrationsbeauftragter des DFB.

Cacau

Die 82-jährige Frau Schiller erinnert sich an die Zeit des 2. Weltkriegs, als sie den Bauernhof ihrer Familie verlassen und ohne ihre Eltern in Litauen um Essen betteln musste. 

Die Erinnerungen und Erzählungen der Protagonisten werden durch animierte Sequenzen unterstützt und so lebendig und für Kinder nachvollziehbar erzählt. Der Film zeigt, dass die Gründe für eine Flucht oder das Verlassen der eigenen Heimat sehr unterschiedlich sein können. Dennoch sind die Erfahrungen und Herausforderungen, die Kinder in diesem Prozess machen, einander sehr ähnlich und ein Neuanfang in einer neuen Heimat ist für jeden eine große Herausforderung. 

(Anna Diepold/DOK Leipzig)

Tags: dokville2019