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Corona DOKNews: »Das Corona Journal Toulouse« von Arte

Das »Corona Journal Toulouse« hinterfragt: Wie arbeitet ein Journalist, wenn die Corona-Pandemie ihn zwingt, daheim zu bleiben, und wenn geschlossene Schulen dafür sorgen, dass er sich um die Kinder kümmern muss? Arte-Korrespondent Patrick Schulze-Heil berichtet aus seinem Alltag.

Bild: Arte Journal Toulouse

Journalistische Arbeit mit Weitsicht und nötiger Transparenz, aber eingeschlossen in den eigenen vier Wänden? Wie sich der Arbeitsalltag eines Journalisten mit der Ausgangssperre verändert, zeigt der Arte-Korrespondent Patrick Schulze-Heil in seinen kurzen Videotagebüchern, die im »Corona Journal Toulouse« auf Arte einsehbar sind.

Plötzlich zwei Missionen: Papa und Journalist sein

Die Straßen sind fast menschenleer. Eigentlich ist Patrick Schulze-Heil täglich als Journalist in Toulouse unterwegs. Doch die Corona-Krise zwingt auch ihn, vermehrt von zu Hause aus zu arbeiten. Und genau da trifft ihn die Arbeit in doppelter Hinsicht: »Solange der Virus umgeht, habe ich also zwei Missionen: Papa-Sein und so gut es geht über die Lage in Toulouse berichten.«

Rausgehen nur mit Erlaubnis

Im Ausnahmezustand verändert sich der Alltag des Korrespondenten enorm. Während er seine drei Söhne bei den Hausaufgaben unterstützen muss, arbeitet er weiter an seinen Inhalten als Reporter. Ganz auf das Rausgehen verzichten kann er nicht, erlaubt ist das jedoch nur mit einer Genehmigung. Es gibt mehr Polizeipräsenz und verschärfte Kontrollen. Auf den Straßen spricht er mit den Wenigen, die noch unterwegs sind, versucht die Krisenzustände mit seiner Kamera einzufangen. Auch für diejenigen, die kein Zuhause haben, ist es aktuell eine sehr schwierige Lage. In Toulouse gibt es nur 50 Plätze in einem Aufnahmezentrum für erkrankte Obdachlose.

Gewohnheiten verschieben sich

Immerhin birgt die Krise auch etwas Gutes – nämlich dann, wenn plötzlich die Kinder das Kochen übernehmen, Skype und das Internet dabei helfen, die sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten und die Situation zu schätzen lehrt, wie wichtig Solidarität und Fürsorge im Alltag sind.

(Annika Weißhaar)


Dokumentarfilmer*innen werden aktiv und dokumentieren ihren Alltag in Zeiten von COVID-19. Kreativ, über Grenzen hinweg, für unterschiedliche Gruppen. Wir, das DOKVILLE-Team, stellen einige dieser Beiträge vor. Gerne nehmen wir – nach redaktioneller Prüfung – weitere Projekte auf. Schickt uns gerne Infos an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tags: Corona