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SWR stellt Masken für den Eigenbedarf her – Azubis dokumentieren

Normalerweise werden in der Ausstattung des SWR Film-Requisiten hergestellt, Studiodekorationen in den Werkstätten gebaut oder Kostüme genäht. Doch durch die Corona-Pandemie herrschte hier vorübergehend eine Art »Dornröschen-Halbschlaf«.

Bild Maskenzuschnitt im SWR

Produktion von Mund-Nase-Masken beim SWR

Aus diesem hat sich die SWR-Ausstattung seit Mitte April befreit. Nun produziert man hier Stoffmasken für den internen Gebrauch. Jeweils zwei Masken sollen sukzessive an SWR Beschäftigte ausgegeben werden, denn nach wie vor sind Mund-Nase-Masken Mangelware. Da der SWR sie nicht den Berufsgruppen wegnehmen möchte, die sie dringend für ihre tägliche Arbeit brauchen, wird selbst genäht. Die Voraussetzungen sind in der Ausstattung gegeben.

Die Suche nach dem richtigen Stoff

Zunächst beschäftigte sich die Ausstattung mit dem »richtigen« Stoff. Er sollte aus 100 Prozent dichtgewebter Baumwolle sein und einen angenehmen Tragekomfort aufweisen. Es stellte sich als schwierig heraus, einen geeigneten Stoff in großer Menge zu besorgen, da momentan eine große Nachfrage herrscht. Während die Mitarbeiter der Ausstattung auf die Anlieferung des Stoffes warteten, testeten sie Prototypen aus Bettlaken und Tischdecken aus dem Requisitenfundus. Fünfzig Masken für das Stuttgarter »Landesschau«-Team entstanden. Mittlerweile ist der Stoff angekommen und die Serienproduktion hat begonnen.

Zuschnitt an der CNC-Fräse

Bild: fertige Masken vom SWR

Der Plotter aus dem Digitalbereich wird für die Erstellung des Schnittmusters genutzt und die Fräsmaschine aus der Schreinerei schneidet bis zu 24 Stofflagen auf einmal zu. Im Anschluss werden die Stoffzuschnitte in Handarbeit miteinander vernäht. Aus dünnem Schweißdraht formen die Schlosser, ebenfalls per Hand, filigrane Drahtbügel, die den Stoff eng am Gesicht halten. Rund 4.000 Masken waren bis Ende letzter Woche fertig, weitere 11.000 sollen noch produziert werden.

Angehende Mediengestalter filmen 

Auszubildende zum Mediengestalter dokumentierten die Arbeitsschritte in einem pfiffigen Video. Was zunächst als interner Bericht gedacht war, erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit – auch außerhalb des SWR-Intranets.

Involviert waren Verena Zwaygardt, Philipp Stein, Gavin Arndt und Florian Fritz (Organisation).

(Astrid Beyer)

Tags: Corona